Direkt zum Inhalt

ZDF-Doku: Respekt wirkt Schwules Paar betreibt Lebenshof: Vielfalt und Tierschutz

Von kw - 17.11.2025 - 15:30 Uhr
Schwules Paar betreibt Lebenshof: Vielfalt und Tierschutz
Foto: © ZDF/Marisa Panenka
ANZEIGE
Loading audio player...

Peter Rotter und sein Mann Daniel sind die Betreiber eines besonderen Lebenshofs in Wietstock an der Ostsee. Gemeinsam kümmern sie sich um etwa 300 Tiere, die zuvor ausgesetzt, misshandelt oder aufgegeben wurden. Ihr Ziel: einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Tiere unabhängig von ihrer Vorgeschichte Respekt und Fürsorge erfahren. Der Hof ist offen für Schulklassen und Interessierte, die eingeladen sind, zu helfen, zu lernen oder Patenschaften zu übernehmen – getragen wird das Projekt durch Spenden und ehrenamtlichen Einsatz.

 

Ein Vielfalts- und Gnadenhof

Inmitten ländlicher Idylle setzen sich Peter Rotter und Daniel nicht nur für Tierschutz, sondern auch für gesellschaftliche Offenheit ein. Als schwules Paar stehen sie öffentlich für Akzeptanz und gelebte Vielfalt – ein Zeichen, das in der ländlichen Region Aufmerksamkeit und Support erfährt. Die Evangelische Kirchengemeinde vor Ort unterstützt das Engagement. Pastorin Susanne Leder hebt hervor, dass der Buß- und Bettag für Umkehr, Reflexion und das Üben von Gnade stehe. Diese Werte prägen auch das Miteinander auf dem Lebenshof.

„Wir sind überzeugt, dass Respekt vor jedem Lebewesen und gegenseitige Akzeptanz die Basis für ein gutes Zusammenleben bilden“, betont Peter Rotter im Gespräch mit Medien. Das Konzept des Gnadenhofs gewinnt zunehmend Zuspruch: Laut aktuellen Umfragen steigt die Zahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer im Tierschutzbereich in Deutschland spürbar an, bundesweit sind Engagement und Spendenbereitschaft nach wie vor hoch. Viele Höfe kooperieren dabei mit Schulen, um Empathie und Verantwortungsbewusstsein zu fördern.

 

Unterstützung durch mediale Aufmerksamkeit

Die Bedeutung solcher Projekte erhält dank TV-Dokumentationen eine größere Bühne: Das ZDF widmet dem Lebenshof am 19. November, eben an Buß- und Bettag, 17:45 einen Filmbeitrag. Bereits ab 8 Uhr des Sendetages steht die Reportage "Gnade hat ein Zuhause" online in der ZDF-Mediathek bereit. Durch solche Berichte werden auch Fragen nach gesellschaftlichem Wandel und Vielfalt im ländlichen Raum sichtbarer.

„Der Buß- und Bettag steht für Besinnung, Umkehr und Gnade. In diesem Sinne handelt die evangelische Gemeinschaft gemeinsam mit dem Lebenshof vor Ort.“– Pastorin Susanne Leder, Wietstock

 

Toleranz und Engagement als Zukunftsmodell

Die Geschichte von Peter, Daniel und ihren Mitarbeitenden zeigt, wie Respekt, Nächstenliebe und Akzeptanz in einer pluralistischen Gesellschaft praktiziert werden können. Der Lebenshof ist zugleich Lernort und Refugium. Die steigende Zahl queerer Sichtbarkeiten auf dem Land verdeutlicht: Fortschritte entstehen dort, wo Menschen gemeinsam neue Wege gehen. Bleibt die Frage: Können Projekte wie dieses Vorbildcharakter für andere Regionen entwickeln und ein breiteres Bewusstsein für Vielfalt fördern? Die Resonanz auf den Hof und die mediale Begleitung liefern hoffnungsvolle Signale.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterGossip und Paranoia: Warum wir Promi-Verschwörungstheorien liebenndQueercore | Team Dresch: Die Schönheit der GleichwertigkeittazAusstellung, Buch und Queeres Leben: Sich von Arschlöchern nicht kleinkriegen lassenDER SPIEGELBerlin: Gedenkort für CSD-Anschlag zum dritten Mal attackiertAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie sollte das Abstammungsrecht für Regenbogenfamilien geregelt werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Williams fordert Festnahmen

Sexuelle Übergriffe an Universität

Hudson Williams fordert Festnahmen nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff an der Cornell University. Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall neu.
Viel Aufregung in Nigeria

Schwule Webserie wird zum Hit

Die schwule Webserie „Living in Colors“ aus Nigeria ist ein Zuschauer-Hit, während die nigerianische Filmbehörde versucht, die Folgen zu verbieten.
Angriff auf den Regenbogen

Dritter Fall von Vandalismus

Traurig aber immer weniger überraschend für viele: Zum dritten Mal wurde jetzt die Regenbogenbank in Berlin Tiergarten verwüstet.
Fake News aus der KI

KI wird zur Propagandawaffe

Russische Akteure sollen Claude für Propaganda, Fake News und die Überwachung politischer Gegner in Zentralafrika eingesetzt haben, auch gegen LGBTIQ+
Schüler warten auf Schutz

Dramatische Lage an US-Schulen

Unter Präsident Trump liegen zahlreiche Bürgerrechtsfälle an US-Schulen auf Eis. Betroffen sind Vorwürfe zu Rassismus und sexueller Belästigung.
US-Lesbenbar im Rampenlicht

Masken-Streit beschäftigt Hollywood

Eine US-Lesbenbar lockert ihre hauseigene Corona-Maskenpflicht und löst heftigen Streit aus. Nun interessiert sich sogar Hollywood für die Geschichte.
Island setzt Europas Maßstab

Europa führt bei Gleichstellung

Europa führt weltweit bei der Gleichstellung von Frauen und Männern - eine gute Entwicklung auch für LGBTIQ+-Menschen. Weltweit führend ist Island.
Forscher kämpfen für Lambda

Queeres Jugendnetzwerk unter Druck

141 Wissenschaftler fordern eine langfristige Finanzierung des queeren Jugendnetzwerks Lambda und kritisieren das Ende der bisherigen Bundesförderung.
Keine Homophobie bei Nike

Aktionäre stützen LGBTIQ+-Kurs

Ein Antrag zur Überprüfung von Nikes LGBTIQ+-Engagement ist bei den Aktionären deutlich gescheitert: Nur ein Prozent stimmte dafür.