Direkt zum Inhalt
Entscheidung am Supreme Court

Entscheidung am Supreme Court Keine Diskriminierung bei Festlegung auf zwei Geschlechter

ms - 07.11.2025 - 09:00 Uhr
Loading audio player...

Das Oberste Gericht der USA, der Supreme Court, hat jetzt die Politik von Präsident Donald Trump bei der Geschlechter-Frage gestärkt. Trump hatte zuvor festgelegt, dass in US-Pässen nur noch zwei Geschlechter zugelassen sind – männlich und weiblich. Und dass das Geschlecht bei der Geburt von maßgeblicher Entscheidung für die Festlegung ist. Ein möglicher dritter Eintrag wie „divers“ oder „X“ entfällt. 

Blockade von Trumps Politik aufgehoben

Nach Klagen von queeren Verbänden hatten erst untergeordnete Gerichte das Vorhaben kurzfristig blockiert, nun bestärkten die neun Richter am Obersten Gerichtshof das Dekret von Trump. In Trumps erster Amtszeit im Weißen Haus hatte er die Möglichkeit genutzt, mehrere Richterposten mit konservativen Juristen neu zu besetzen. Aktuell besteht der Supreme Court daher jetzt aus sechs konservativen und drei liberalen Richtern - die letzten drei stimmten gegen den jetzt gefällten Entschluss. 

Der Supreme Court hob die Blockade auf und verwies den Fall anschließend an untere Instanzen zurück – der Streitfall ist also final noch nicht abgeschlossen. Die Biden-Regierung hatte zuvor 2021 die Option „X“ für nicht-binäre, intergeschlechtliche und trans* Menschen in allen Pässen eingeführt, Trump unterband bereits nach wenigen Tagen neu im Amt Anfang des Jahres auch diese Möglichkeit. 

Konservative Richter sehen keine Diskriminierung 

Während die Richter untergeordneter Gerichte unter anderem geurteilt hatten, dass die Maxime des Präsidenten diskriminierend sei und nur auf den „irrationalen Vorurteilen“ von Trump gegenüber trans* und nicht-binären Menschen beruhe, erklärte die Mehrheit der konservativen Richter am Supreme Court jetzt, dass die Regierung mit ihre Festlegung auf die Zweigeschlechtlichkeit nur „eine historische Tatsache“ bekräftige, ohne „jemanden einer unterschiedlichen Behandlung auszusetzen.“ Eine Diskriminierung konnten sechs der insgesamt neun Richter daher nicht feststellen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Nacktbilder auf Telegram

Illegaler Tausch und Handel

Auf der Messenger-Plattform Telegram wurden in den letzten Wochen Zehntausende illegale Nacktbilder getauscht und gehandelt, die Opfer sind ahnungslos
Suizid wegen Schulmobbing

13-Jähriger stirbt in England

Fassungslosigkeit in England: Ein 13-jähriger Junge hat Suizid begangen, weil er von Mitschülern wegen seiner Homosexualität gemobbt wurde.
Eskalation in der Türkei

Prozess gegen LGBTIQ+-Aktivisten

Die Lage in der Türkei spitzt sich weiter zu, jetzt stehen elf LGBTIQ+-Aktivisten vor Gericht wegen „Unanständigkeit“, ihnen drohen drei Jahre Haft.
Auch San Francisco diskutiert

Stadtrat stimmt über Gay-Saunen ab

Erstmals seit fast vier Jahrzehnten erwägt die Stadt Minneapolis, schwule Badehäuser und Sex-Clubs wieder legal zuzulassen.
Immer mehr queere Asylanträge

Kritik an Glaubwürdigkeitsbemessung

Ein US-Einwanderungsrichter sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt, nachdem er einem schwulen Asylbewerber intime Fragen zu seinem Privatleben stellte.
Cascio-Geschwister klagen

Nicht öffentliches Verfahren

Vier Geschwister der Familie Cascio, die zum engsten Kreis von Michael Jackson zählten, haben den Verstorbenen wegen sexuellen Missbrauchs verklagt.
Klimapolitik ohne LGBTIQ+

Forscher betonen politische Lücke

Bei Klimaplänen werden LGBTIQ+-Menschen bis heute zumeist nicht mit einbezogen, warnt das Williams Institute und fordert Nachbesserungen.
Lebensgefahr in Bangladesch

Schwule zunehmend gefährdet

Die Lage insbesondere für Schwule in Bangladesch hat sich 2025 dramatisch verschlechtert, berichtet eine französische Menschenrechtsorganisation.
Homophobe Richter

US-Anwälte schlagen Alarm

Viele US-Richter hätten kein Verständnis für die Gefahrenlage von LGBTIQ+-Asylbewerbern in ihrer Heimat, kritisieren jetzt mehrere Fachverbände.