Die erste Demonstration für die Rechte sexueller Minderheiten Georgiens hätte eigentlich am vergangenen Samstag stattfinden sollen. Der Grund für die Absage sind die noch immer andauernden Massenproteste gegen den Einfluss Russlands in Georgien. Diese starteten nach einer Rede des russischen Abgeordneten Sergej Gawrilow bei einer internationalen Tagung am vergangenen Donnerstag. Auslöser der Protestbewegung waren die Rede und das respektlose Verhalten des Abgeordneten. Schon am selben Tag starteten die gewalttätigen Proteste mit rund 10.000 Teilnehmern vor dem Parlament in Tiflis. Man fordert unter anderem vorgezogene Neuwahlen.
Unter diesen Umständen wollten die Veranstalter des Tbilisi Prides die Stimmung nicht noch weiter aufheizen und so Verantwortungsbewusstsein zeigen. Der Marsch soll nun stattfinden, sobald sich die Lage beruhigt hat. Dabei stand die Parade von vorher unter keinem guten Stern: Schon im Vorfeld der Veranstaltung kam es massiven Drohungen gegen die Organisatoren durch Rechtskonservative und die georgisch-orthodoxe Kirche
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