Streit um Inserat Aids-Hilfe Schweiz boykottiert Gay-Magazin
Der neuesten Ausgabe des Schwulen-Magazins „Display“ liegt ein Inserat bei. Dieses sagt in großen roten Lettern: „Wir wollen Gleichberechtigung, keine Sonderrechte“. Entworfen wurde es vom Komitee „Sonderrechte Nein“, zu dem sich einige bürgerliche und jungfreisinnige LGBTI*-Politiker zusammengeschlossen haben. Das Komitee stellt sich gegen eine Erweiterung der Rassismus-Strafnorm im Bezug auf die sexuelle Orientierung, bei der Hetze gegen LGBTI* und Aufforderungen zu deren Diskriminierung verboten werden sollen.
Geschäftsführer Andreas Lehner von der Aids-Hilfe Schweiz warf dem Magazin laut Nau.ch vor, mit dem Inserat gegen die Werte der LGBTI*-Community zu verstoßen. Es sei erwiesen, dass Diskriminierung die Verbreitung von HIV fördere. Darum kündige er jegliche Zusammenarbeit auf. Mit der Aids-Hilfe verlor „Display“ seinen größten Kunden.
Inserat-Auftraggeber Michael Frauchiger (SVP) kritisierte das Verhalten der Organisation: Mit der Kündigung vernachlässige sie ihren eigentlichen Auftrag. Auf Twitter richtete er sich daher direkt an AHD-Präsidenten Martin Klöti. SVP-Nationalrat Erich Hess will der Aids-Hilfe hingegen die Mittel streichen, da sie diese zu politischen Zwecken einsetze.