Direkt zum Inhalt

LGBTIQ+-Rechtslage weltweit Neues Handbuch soll Situation von LGBTIQ+-Menschen explizit aufzeigen

Von ms - 09.07.2025 - 16:00 Uhr
LGBTIQ+-Rechtslage weltweit
Foto: iStock / Vera Aksionava
ANZEIGE
Loading audio player...

Einmal im Jahr zeigt die ILGA World auf, wie es um die rechtliche Beschaffenheit von LGBTIQ+-Menschen bestellt ist – bis heute wird Homosexualität in rund einem Drittel aller Länder weltweit kriminalisiert. Doch wo genau? Welche Strafen drohen und was gibt es generell vor Ort zu beachten? 

Nachschlagewerk für Community 

Drei Juristen wollen nun im Herbst dieses Jahres mit „The Oxford Handbook of LGBTI Law“ das erste umfassende Nachschlagewerk veröffentlichen, das auf einen Blick die rechtliche Lage im jeweiligen Land skizziert und Details zur Rechtsprechung aufzeigt. Dazu kommen auch weitreichende Informationen über die Rechte von Regenbogenfamilien oder die Anerkennung von ausländischen homosexuellen Ehepaaren. Auch zum Thema Asyl, queere Gesundheitsversorgung oder zur rechtlichen Situation am Arbeitsplatz im Traumland nimmt das Autorentrio Stellung.

Appell für Menschenrechte

Die Datenlage umfasst die Arbeit von über vierzig Rechtsanwälten und Professoren und dürfte damit das umfangreichste Werk über die juristische Lebensrealität von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und queeren Menschen darstellen. Das Handbuch soll dabei mehr als eine reine Fachlektüre sein, sondern will auch politisch Interessierte ansprechen und schlussendlich auch einen Appell darstellen, so Herausgeber Professor Michael Lysander Fremuth von der Universität Wien: „Es wird Zeit, das Versprechen der Menschenrechte auch für LGBTIQ+-Personen einzulösen.“ Online sind die Texte kostenlos abrufbar, das Fachbuch selbst erscheint dann im Print im Herbst dieses Jahres.  

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Asylbetrug in Ceuta?

70 Prozent nennen Homosexualität

Asylbetrug in Ceuta? Rund 70 Prozent der marokkanischen Migranten vor Ort berufen sich bei Asylanträgen auf ihre vermeintliche Homosexualität.
Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.