Bürokratische Hürden Israelische Behörde verlangt Eintragung als „Mutter“
Guy Sadak Shoham (33) und Chai Aviv Shoham (38) beantragten staatliche Unterstützung, damit ihre zwei Jahre Zwillinge die Vorschule besuchen können. Eine Beamtin forderte am Telefon, dass sich einer der beiden Männer als „Mutter“ einträgt. Sie verstehe, dass beide Väter seien und die Frage demnach sinnfrei erscheine. Doch das Ministerium verlange eine solche Angabe – sie bräuchte lediglich eine formelle schriftliche Erklärung: Es gäbe immer jemanden, der mehr die Mutterrolle annehme. Einen der weniger arbeite als der Vater, „wie bei einem normalen Paar“.
Das Paar erklärte der israelischen News-Seite Ynet: „Das sind Konzepte, die wir als Vergangenheit betrachten.“ Es sei traurig, dass die staatliche Definition einer Mutter eine Person sei, die weniger arbeite und mehr Zeit mit den Kindern verbringe.
Das Ministerium für Arbeit und Soziales entschuldigte sich zwar, doch Aktivist Ohad Hizki geht das nicht weit genug: Man müsse die Verfahrensweise sofort anpassen, um einen weiteren solchen Vorfall zu verhindern.