Direkt zum Inhalt
Mpox-Gefahr steigt an

Mpox-Gefahr steigt an Mehrere afrikanische Länder melden Affenpocken-Ausbrüche – die zweite Pandemie-Welle in Europa ist möglich

ms - 02.08.2024 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Die Gefahr einer zweiten Affenpocken-Welle in Europa wächst an – mehrere afrikanische Länder melden inzwischen Ausbrüche. Dabei handelt es sich um die neue Mpox-Variante, eine Mutation, die deutlich leichter übertragbar ist und einen schwereren Krankheitsverlauf aufweist. 

Versuch der Eindämmung

Aktuell versuchen die afrikanischen Gesundheitsbehörden, die Ausbreitung der Krankheit vor allem in jenen Region einzudämmen, in denen es bisher nicht ausreichend Impfstoffe gibt. Zuletzt meldeten jetzt Kenia, Nairobi und die Zentralafrikanische Republik schnell steigende Fallzahlen. Zuvor waren bereits in der Demokratischen Republik Kongo über 20.000 Menschen mit Mpox infiziert worden. 

Die Sterblichkeitsrate ist dabei laut der amerikanischen Seuchenbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) um rund 25 mal größer als noch vor zwei Jahren – fünf Prozent der Erkrankten sterben. Bei dem weltweiten Ausbruch 2022 waren es 0,2 Prozent der Mpox-Fälle. Besonders anfällig für schwere bis tödliche Verläufe sind Menschen mit HIV. Im Kongo starben so bereits 470 Menschen in diesem Jahr an den Folgen einer Affenpocken-Infektion, über 12.000 Menschen infizierten sich. 

Besorgnis bei der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation betonte dabei einmal mehr ihre große Besorgnis über eine mögliche erneute weltweite Pandemie, gerade auch deswegen, weil die neue Variante deutlich ansteckender ist. Grundsätzlich seien europäische Länder allerdings durch ihre gute medizinische Grundausstattung besser in der Lage, mit einem möglicherweise erneuten Ausbruch umgehen zu können. 

Auch das Robert Koch-Institut rät zur Vorsicht und zur zweifachen Impfung für die bisherige Hauptrisikogruppe, schwule und bisexuelle Männer. Man werde die Sachlage weiter gut beobachten, gehe allerdings nach wie vor nicht von einer erhöhten Gefährdung in Deutschland aus – zu einem erneuten Anstieg der Fallzahlen in einem begrenzten Rahmen könne es allerdings kommen. Beim letzten Ausbruch in der Bundesrepublik 2022 infizierten sich rund 3.800 Menschen, weltweit kam es zu 95.000 Fällen in rund 100 Ländern, dabei starben 180 Personen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ausschluss bei Miss America

Trans* Frauen sind nicht erwünscht

Die Veranstalter der Miss America-Wahl haben nun ihre Richtlinien geändert und erklärt, dass trans* Frauen nicht am Wettbewerb teilnehmen dürfen.
Krise im Senegal

Homophobie und HIV

Das schärfere Anti-Homosexuellen-Gesetz sowie eine Welle von Gewalt befeuern im Senegal jetzt auch eine Krise bei der Versorgung von Menschen mit HIV.
Verfassungsänderung in Litauen

Homosexuelle Ehe und Familie

Die Regierung in Litauen will die Ehe und die Familie so in der Verfassung verankern, dass Homosexuelle und Regenbogenfamilien ausgeschlossen sind.
Rauswurf aus US-Militär

Erste trans* Soldaten betroffen

Offenbar ist das US-Militär trotz laufender Gerichtsverfahren dabei, erste trans* Soldaten nach einem Dekret des US-Präsidenten zu entlassen.
Eklat um Coachella Festival

Spenden an Anti-LGBTIQ+-Gruppen

Die Veranstalter des eigentlich queer-positiven Coachella Festivals in den USA spendeten Hunderttausende Dollar teilweise an Anti-LGBTIQ+-Verbände.
Kirche von Wales

Segnung homosexueller Paare

Die Kirche von Wales wird dauerhaft Segnungen von homosexuellen Paaren durchführen. Ein deutliches Statement gegen die Kirche von England.
Rechte Gewalt in Brandenburg

Verstärkter Einsatz der Polizei

Rechte Hetze und Gewalt hat in Brandenburg 2025 zugenommen, die Täter hatten es dabei verstärkt auf homosexuelle Männer abgesehen.
Ex-Rugbystar Gareth Thomas

Kampagne gegen Drogenkonsum

Der schwule britische Ex-Rugby-Nationalspieler Gareth Thomas will mit einer neuen Kampagne vor Chemsex und Drogen in der Community warnen.
Charlie Kirk Act in Tennessee

Neues Gesetz nach Mordfall

Im US-Bundesstaat Tennessee könnte bald der Charlie Kirk Act in Kraft treten; das Gesetz verbietet Protest gegen Anti-LGBTIQ+-Redner an Schulen.