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Massenpanik bei Pride

Massenpanik bei Pride Attacken mit Pfefferspray und Feuerwerkskörpern sorgten beim Baltimore Pride für Panik, viele Besucher wurden verletzt

ms - 19.06.2024 - 12:00 Uhr
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Beim Baltimore Pride am vergangenen Wochenende kam es zu einer Massenpanik unter den rund 100.000 CSD-Teilnehmern, dabei wurden zahlreiche Menschen verletzt. Bisher unbekannte Täter hatten offenbar großräumig Pfefferspray freigesetzt und die Pride-Teilnehmer zudem mit Feuerwerkskörpern beschossen. Die Pride-Party wurde daraufhin abgebrochen, die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen.

Panik nach Pfefferspray-Attacke

Zunächst hatte die Polizei noch von einem „chemischen Kampfstoff“ gesprochen, den unbekannte Täter bei einem Konzert auf dem Baltimore Pride, der Baltimore Parade and Block Party, freigesetzt haben, inzwischen bestätigten die Ermittler, dass es sich dabei um Pfefferspray gehandelt habe. Die Polizei ist allerdings noch immer dabei, Zeugenaussagen abzugleichen, durch die aufkommende Massenpanik brach demnach ein Chaos auf dem Festplatz aus. 

Die Angst im Publikum steigerte sich demnach immer weiter, einige Zeugen gaben an, es seien mehrfach auch Schüsse gefallen. Zudem kam es in den Abendstunden dann auch zu einer größeren Schlägerei zwischen zwei Menschengruppen, Details hier sind noch nicht bekannt. Als dann parallel dazu Feuerwerkskörper inmitten der feiernden Pride-Teilnehmer gezündet wurden, löste dies endgültig nach Polizeiangaben die Massenflucht aus.  

Chaos und viele Verletzte 

Gegenüber der Baltimore Sun erzählten mehrere Pride-Besucher von dem Chaos vor Ort. Menschen drängten sich demnach durch kleinere Gassen, andere versuchten mittels Wasser, das Pfefferspray aus ihren Augen zu waschen. Mehrere Pride-Besucher litten augenscheinlich unter Atemnot, mindestens eine Frau erlitt einen Anfall und kollabierte. 

In Panik rannten offenbar auch einige Gäste auf die Hauptbühne, wie auf mehreren Videos vor Ort festgehalten wurde. Nach Angaben der Besucher versuchte die Polizei mittels Durchsagen über einen Hubschrauber, die Menge zu beruhigen. Immer wieder wurde inzwischen von Pride-Teilnehmern kritisiert, dass die Sanitäter vor Ort zu lange zögerten, bevor sie halfen und dass generell viel zu wenig Sicherheitskräfte und Sanitäter vor Ort gewesen seien. 

Eine genaue Anzahl der Verletzten gibt es aktuell noch nicht, in der lokalen Presse ist von zahlreichen Personen im zwei-bis dreistelligen Bereich die Rede, darunter auch Kinder und Jugendliche. Ob es sich schlussendlich tatsächlich um einen gezielten Anschlagsversuch gehandelt hat oder die Situation vor Ort schrittweise eskalierte, ist zur Stunde noch unklar. Bisher kann die Polizei auch noch nicht sagen, wer das Pfefferspray freigesetzt und die Pride-Besucher mit Feuerwerkskörpern beschossen hat.   

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