Direkt zum Inhalt
Warnung vor Anschlägen

Warnung vor Anschlägen FBI und Homeland Security sprechen von erhöhter Bedrohungslage

ms - 16.05.2024 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Wir befinden uns im Jahr 2024 und zum zweiten Mal in Folge spricht das Federal Bureau of Investigation (FBI) und das Department of Homeland Security eine eindringliche Warnung zum Pride-Monat Juni aus. Die beiden US-Behörden reden dabei von einer „erhöhten Bedrohungslage“. Es mag viel über den Zustand Amerikas und der Heftigkeit des Kulturkampfes in den USA aussagen, dass nun erneut explizit vor Gewaltanschlägen im Umfeld von CSDs gewarnt werden muss. 

Radikalisierung vor den Wahlen

Bereits im letzten Jahr verzeichneten die Behörden eine noch nie dagewesene Welle der Gewalt bei Prides im ganzen Land, inoffizielle Zahlen sprechen von mehreren hundert Attacken. Die Aktionen reichten von dem Verbrennen von Regenbogenflaggen über tätliche Angriffe auf Pride-Teilnehmer bis hin zu gezielten Anschlagsplänen mit Bomben und Waffen. 

Mehrfach hatten die beiden Bundesbehörden im letzten Jahr das Schlimmste verhindern können. Laut den Bundesbeamten steht aber zu befürchten, dass sich die Stimmung im Vorfeld der diesjährigen Präsidentschaftswahlen noch einmal negativ aufheizt und an Schärfe hinzugewinnt. 

Gefahr von islamistischem Terror 

Dabei geht die Gefahr nicht nur von inländischen homophoben Fanatikern aus, sondern auch verstärkt von ausländischen terroristischen Organisationen aus dem islamischen Raum. „Diese Gruppen haben in der Vergangenheit bereits eine Anti-LGBTI*Rhetorik gefördert und entsprechende Veranstaltungen für Angriffe ins Visier genommen“, so das FBI. 

Die jüngsten Erkenntnisse bestätigten dabei die Befürchtung, dass es auch 2024 konkrete Anschlagspläne gebe. Auch in offiziellen ISIS-Publikationen wurde nun mehrfach zu Angriffen auf LGBTI*-Veranstaltungen aufgerufen. Die US-Behörden verweisen auch auf die Anschlagspläne im letzten Jahr in Wien – ähnliche Radikalisierungen seien auch unter jungen Amerikanern denkbar. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.
Überraschung bei US-Studie

Mehrheit für trans* Community

Die Mehrheit der US-Amerikaner unterstützt die trans* Community, offenbart nun eine neue Studie der queeren Human Rights Campaign.
Bundesweite Segnung für alle

Forderung des LSBT+ Komitees

Etwas mehr als die Hälfe der Bistümer segnet bisher homosexuelle Paare. Zu wenig, stellt jetzt das Katholische LSBT+ Komitee klar.
Brutale Attacke in Spanien

Angriff auf Miss Trans Zamora

Eine Gruppe junger Frauen hat in einem Club im Nordwesten Spaniens eine junge trans* Frau und Titelträgerin von Miss Trans Zamora zusammengeschlagen.