Direkt zum Inhalt

Wahlen in Uganda LGBTI*-Hass als Wahl-Propaganda

Von co - 11.01.2021 - 15:00 Uhr
LGBTI*-Hass als Wahl-Propaganda
Foto: © Derek Brumby
ANZEIGE
Loading audio player...

Am 14. Januar wird in Uganda gewählt. Seit 36 Jahren steht der heute 76-jährige Yoweri Museveni als Staatspräsident an Ugandas Spitze. Auch 2021 möchte er sich wieder wählen lassen. Dazu muss er sich gegen elf Kandidat*innen durchsetzen. Zahlreiche Politiker*innen nutzen nun LGBTI*-Hass, um Stimmen zu sammeln. Einige versprechen sogar die „Auslöschung der Homosexuellen“. Leider scheint diese feindselige Wahl-Strategie auch noch Erfolg zu versprechen. Gleichzeitig sorgt die LGBTI*-feindliche Rhetorik laut Reuters dafür, dass die Community sich nicht traut zu wählen.

Das Vorfeld der Wahlen wurde von der schlimmsten politischen Gewalt im Land seit Jahrzehnten überschattet: Fünfzig Personen verloren bei Protesten durch Polizeigewalt ihr Leben. Die Protestierenden forderten die Freilassung von Robert Kyagulanyi, der wegen angeblichen Verstößen gegen die Corona-Verordnungen inhaftiert wurde. Der Pop-Star ist ein äußerst beliebter Gegenkandidat von Museveni. Museveni behauptete später, dass die Proteste von ausländischen LGBTI*-Organisationen finanziert worden waren, da diese gegen Ugandas Stabilität und Unabhängigkeit seien.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

rbb24Razzia in Zentrum für queere Menschen in BerlinDER STANDARDSiebte Staffel von "Temptation Island VIP" auf RTL+: No-Go MikrobikiniRheinische PostWie sicher schwule Paare sich fühlen: „Wir fallen als Familie im Alltag auf“Frankfurter Allgemeine ZeitungGriechenland: Zwölf Migranten bei zwei Bootsunglücken ums Leben gekommenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.
Razzia in queerem Zentrum

Protest nach Einsatz in Berlin

Eine Polizeidurchsuchung im queeren Zentrum Casa Kuà in Berlin-Kreuzberg löst Proteste aus. Die Linke kritisiert den Einsatz scharf.
LGBTIQ+-Schutz in der Ukraine

Queere Community bleibt skeptisch

Die Ukraine plant einen besseren Schutz von LGBTIQ+-Menschen. Doch frühere Gesetzesvorhaben und fehlende Partnerschaftsrechte sorgen für Zweifel.
Israel wählt neue Knesset

LGBTIQ+-Rechte unter Druck

Vor der Parlamentswahl in Israel stehen die Zukunft Netanjahus, der Krieg in Gaza und der Schutz von LGBTIQ+-Menschen im Mittelpunkt.
Scharfe Kritik von UN-Experten

Angriffe auf LGBTIQ+ in der Türkei

18 UN-Menschenrechtsexperten verlangen ein Ende der Maßnahmen gegen LGBTIQ+-Aktivisten in der Türkei und warnen vor Einschränkungen der Grundrechte.