Verbot von Konversionstherapien Hat die Konversionstherapie bald ein Ende?
Die, von Sozial- und Integrationsminister Kai Klose vorgestellte, Bundesratsinitiative zum Verbot von Konversionstherapien gewinnt mehr Anhänger. Schleswig-Holstein, Bremen, das Saarland und Berlin haben sich angeschlossen und „Es werden täglich mehr“, betont der Grünen Politiker.
Die Konversionstherapie ist nach Angaben psychologischer Fachverbände und der Bundesärztekammer gesundheitsgefährdend. Es führt zu Depression, Ängsten, Belastungsstörung und Selbstmordgedanken. „Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind Wesensmerkmale des Menschen, keine Entscheidung. Homosexualität ist weder eine Erkrankung noch eine Störung und deshalb auch in keiner Weise behandlungsbedürftig“, so der Minister.
Zudem muss viel Aufklärungsarbeit und gesellschaftliche Akzeptanzförderung betrieben werden. Da es noch immer Personen, Organisationen und Institutionen gibt, die der Meinung sind, Homo- oder Bisexualität seien Erkrankungen oder psychische Störungen.
Um die Konversionstherapie zu entkräften braucht es eine offene, respektvolle und aufgeklärte Gesellschaft, in der sich die Menschen untereinander wertschätzen. Um alles abzurunden, sollten geeignete Regelungen im Gesundheitssystem festgelegt werden.
Am 12 April befasst sich der Bundesrat mit der hessischen Initiative.