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US-Meistertitel für Kim
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US-Meistertitel für Kim Schwuler Kunstturner hat Olympia fest im Blick

ms - 12.08.2026 - 13:00 Uhr
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Cooper Kim (20) hat bei den US-Meisterschaften im Kunstturnen den Titel am Reck gewonnen. Der 20 Jahre alte Turner von der Stanford University setzte sich bei der nationalen Meisterschaft in Phoenix, Arizona, in seiner Spezialdisziplin durch. Damit gelang Kim bei seinem ersten US-Seniorenmeisterschaftsauftritt zugleich ein wichtiger Schritt auf dem Weg in den internationalen Spitzensport. Nach seinem Coming-Out gewinnt Cooper Kim den US-Meistertitel am Reck und rückt der Nationalmannschaft und Olympia damit deutlich näher.

Das Wichtigste im Überblick

  • Cooper Kim hat bei den US-Meisterschaften 2026 in Phoenix den nationalen Titel am Reck gewonnen.
  • Der 20-jährige Turner von Stanford erzielte über zwei Wettkampftage 30,936 Punkte.
  • Im Mehrkampf wurde Kim Sechster, am Boden Vierter.
  • Er wurde in das US-Senioren-Nationalteam 2026/27 berufen und als Ersatzturner für die Weltmeisterschaften ausgewählt.
  • Ende September soll er die USA beim Paris World Challenge Cup vertreten.
  • Kim hatte erst im April öffentlich gemacht, dass er schwul ist.
  • Bei den US-Meisterschaften traten mit Ben Letvin und Charlie Larson zwei weitere offen schwule Turner an.
  • Das langfristige Ziel des schwulen Vorzeige-Turners ist die Teilnahme an Olympia 2028. 

Weg in die Nationalmannschaft

Kim kam über die beiden Wettkampftage auf insgesamt 30,936 Punkte. Am ersten Tag erzielte er 15,368 Punkte, am zweiten Wettbewerbstag steigerte er sich auf 15,568 Punkte. Im Mehrkampf belegte Kim mit 163,736 Punkten den sechsten Platz. Am Boden, wo er amtierender NCAA-Meister ist, wurde er mit 28,250 Punkten Vierter. Der Erfolg in Phoenix brachte Kim zugleich eine Berufung in das US-Senioren-Nationalteam 2026/27 ein. Außerdem wurde er als nicht mitreisender Ersatzturner für die Weltmeisterschaften im Oktober ausgewählt. Ende September soll Kim die USA beim Paris World Challenge Cup vertreten. 

Nach seinem Erfolg zeigte sich Kim in einem Instagram-Beitrag dankbar für die Entwicklung der vergangenen Monate: „Ich bin so dankbar und fühle mich geehrt, zum Mitglied des Senior National Team ernannt, für den Paris World Challenge Cup ausgewählt und als Ersatz für die Weltmeisterschaften nominiert worden zu sein.“ Auch seinem Umfeld sprach der Turner seinen Dank aus: „Wenn ich jetzt darüber nachdenke, möchte ich meinem gesamten Unterstützungsteam zu Hause und in Stanford ein riesiges Dankeschön sagen. Ohne all diejenigen, die mich unterstützt, ihre Zeit für mich geopfert und sich wirklich nur das Beste für mich gewünscht haben, wäre ich diesen Ergebnissen nicht einmal annähernd so nahegekommen.“

Verliebt in freies schwules Leben

Kim schrieb außerdem, er sei noch nie so stolz auf sich selbst gewesen: „Dafür, mich weiterhin so zu akzeptieren, wie ich bin, und daran zu glauben, dass ich wirklich außergewöhnliche Dinge erreichen kann.“ Zum Abschluss seines Beitrags blickte er auf seine persönliche Entwicklung: „Mit jeder Erfahrung verliebe ich mich ein bisschen mehr in diesen Sport und in das Leben.“ Kim hatte erst im April öffentlich gemacht, dass er schwul ist. Sein Coming-Out erfolgte kurz vor beziehungsweise während seines Erfolgs bei den NCAA-Meisterschaften. Über den Schritt hatte er zuvor gesagt: „Ich fühlte mich so frei.“ Außerdem erklärte er: „Es hat mir geholfen, erfolgreich zu sein und die Art von Turnen zu entwickeln, die sich für mich richtig anfühlte.“

Langfristiges Ziel ist Olympia

Nach dem Sieg in Phoenix betonte Kim erneut, dass für ihn neben den sportlichen Erfolgen auch seine persönliche Entwicklung wichtig sei. Er sei stolz darauf, „mich weiterhin so zu akzeptieren, wie ich bin“. Bei den US-Meisterschaften waren neben Kim auch Ben Letvin und Charlie Larson dabei. Beide sind ebenfalls offen schwul. Damit standen erstmals drei offen schwule Turner gemeinsam bei demselben Wettkampf im Teilnehmerfeld. Die Entwicklung gilt als Zeichen für eine zunehmende Sichtbarkeit homosexueller Sportler im Männerturnen. Kim hat derweil ein langfristiges Ziel: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Nach seinem ersten nationalen Seniorentitel am Reck ging es für Kim allerdings zunächst zurück zu seinen geliebten Katzen – auf Instagram postet er immer wieder und sehr gerne Bilder von sich und den Vierbeinern. 

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