Streisand greift Trump an Proteste gegen Trumps Schließungspläne des Kennedy Centers
Barbra Streisand (84) hat US-Präsident Donald Trump (80) wegen dessen Vorgehens beim Kennedy Center scharf kritisiert. Anlass ist der Streit über die Umbenennung des renommierten Kulturzentrums in Washington, dessen Name auf Wunsch Trumps um seinen eigenen erweitert worden war.
Das Wichtigste im Überblick
- Barbra Streisand kritisiert Donald Trump wegen des Streits um die Umbenennung des Kennedy Centers.
- Die Sängerin wirft Trump ein „ungezügeltes Ego“ vor und äußert sich scharf zur Entwicklung des Kulturzentrums.
- Trumps Name war auf seinen Wunsch hin am Kennedy Center angebracht worden – dagegen gibt es juristische und politische Auseinandersetzungen.
- Ein Gericht befasste sich mit dem Streit; zugleich gab es Proteste gegen Trumps Vorgehen.
- Das Kennedy Center war zwischenzeitlich geschlossen und soll ganz geschlossen werden, zudem gab es Veränderungen in der Führung des Hauses.
„Ungezügeltes Ego“
Streisand bezeichnete Trumps Vorgehen als Ausdruck eines „ungezügelten Egos“. Die Sängerin gehört seit Jahren zu den prominenten Gegnerinnen des Präsidenten und äußerte sich nun erneut öffentlich zu dessen Umgang mit dem Kulturzentrum. Im Zentrum des Streits steht die Frage, ob Trumps Name dauerhaft Teil der offiziellen Bezeichnung des Kennedy Center werden darf. Trump hatte als Präsident erheblichen Einfluss auf die Führung des Hauses gewonnen. Anschließend wurde sein Name am Gebäude und in der Außendarstellung des Zentrums angebracht.
Gegen diese Entscheidung regte sich Widerstand. Kritiker argumentierten, dass die Umbenennung nicht allein durch den Präsidenten beziehungsweise den von ihm beeinflussten Verwaltungsrat vorgenommen werden könne. Der Kongress hatte das Kulturzentrum 1964 als John F. Kennedy Center for the Performing Arts gegründet. Auch juristisch wurde die Auseinandersetzung ausgetragen. Nur Stunden, nachdem zuletzt ein Bundesrichter Pläne gestoppt hatte, den Namen von US-Präsident Donald Trump erneut am Kennedy Center anzubringen, erklärte die US-Regierung, die Kultureinrichtung (vorerst) schließen zu wollen und begründete dies mit finanziellen Problemen und notwendigen Sicherheits- und Renovierungsarbeiten. Trump forderte außerdem, dass seine Anerkennung als Namensgeber des Zentrums Bestand haben müsse. Die US-Presse berichtet von einem Wutausbruch des Präsidenten. Zuletzt stichelte er online mit der Idee, dass Gebäude ganz abreißen lassen zu wollen. Dem 80-Jährigen ist die Einrichtung seit längerem ein Dorn im Auge, mehrfach beschimpfte er sie als „zu woke“ und LGBTIQ+-lastig mit Blick auf das kulturelle Angebot.
Krise rund ums Kennedy Center
Befriedet ist die Situation daher weiterhin nicht, innerhalb der Leitung des Kulturzentrums sorgt Trumps Vorgehen außerdem bis heute für Spannungen, unter anderem trat der Finanzchef des Kennedy Center zurück. Zudem kam es vor der Kultureinrichtungen zu Protestaktionen von mehreren Tausend Menschen. Gegner von Trumps Vorgehen bildeten eine Menschenkette und demonstrierten gegen die Veränderungen am Kulturzentrum. Streisand kritisierte nun nicht nur die Namensdebatte, sondern die gesamte Entwicklung unter Trump. Sie stellte dabei dessen persönliches Auftreten und seinen Umgang mit dem Kulturzentrum infrage.