US-Bundesstaat erlässt trans-Verbot! Fast alle US-Queers leiden dramatisch unter solchen Gesetzen!
Die Gouverneurin von Iowa, Kim Reynolds, hat gestern Abend ein Gesetz unterzeichnet, das es künftig trans-Mädchen und trans-Frauen verbietet, vom Kindergarten bis zum College in Frauensportmannschaften mitzuspielen. Die republikanische Politikerin feierte das neue Gesetz als "Sieg für den Mädchensport in Iowa." Das Gesetz wurde zuvor mit 31 zu 17 Stimmen im Senat verabschiedet. Der Bundesstaat ist damit aktuell der elfte in den USA, der ein solches trans-Verbot durchgesetzt hat. In rund 30 Bundesstaaten werden in Amerika gerade ähnliche oder andere Anti-LGBTI*-Gesetzentwürfe vorbereitet.
Was man der Republikanerin lassen muss, ist die Tatsache, dass sie sich ganz im Stil Hollywoods gut in Szene setzen konnte – sie unterzeichnete in einer Zeremonie im Kapitol von Iowa das Gesetz, umgeben von jungen Sportlerinnen, die lächelnd in die Kamera blinzelten. Im Gespräch vor Ort erklärte Reynolds, dass sie trans-Frauen als Männer ansehe. Ferner meinte die Republikanerin: „Kein noch so großes Talent, kein noch so großes Training und keine noch so große Anstrengung können die natürlichen körperlichen Vorteile ausgleichen, die Männer gegenüber Frauen haben. Das ist einfach eine Realität der menschlichen Biologie. Frauen zu zwingen, gegen Männer zu konkurrieren, ist das Gegenteil von Inklusivität und absolut unfair."
Für LGBTI*-Aktivisten ist das sofort in Kraft tretende Gesetz ein mentaler Faustschlag ins Gesicht. Die Iowa Safe Schools, eine Organisation für LGBTI*-Jugendliche, twitterte nach Unterschrift des Gesetzes: „Um es ganz klar zu sagen: Diese Gesetzgebung ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem und dient dazu, auf Kosten von Iowas Kindern politische Punkte zu sammeln. Heute ist ein dunkler Tag in der Geschichte Iowas und wird unseren Schülern, ihren Familien und den Wählern in Erinnerung bleiben!“ Ferner erklärten die LGBTI*-Aktivisten, dass solche Anti-Trans-Gesetze auch dann negative Auswirkungen auf das Wohlergehen von queeren Jugendlichen haben, selbst wenn sie in einzelnen Schulen heimlich umgangen werden sollten
Eine aktuelle Umfrage von The Trevor Project, einer Organisation zur Suizidprävention für LGBTI*-Jugendliche, ergab, dass sich bei 85 Prozent der trans- und nicht-binären Jugendlichen sowie bei zwei Drittel aller LGBTI*-Jugendlichen die jüngsten Debatten über staatliche Anti-LGBTI*-Gesetze stark negativ auf die psychische Gesundheit auswirken.