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Urteil gegen US-Pastor LGBTIQ+-Hassprediger zu 15 Jahren Haft verurteilt

Von ms - 26.06.2026 - 10:00 Uhr
Urteil gegen US-Pastor
Foto: FASH Medien Archiv KI
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Ein US-Pastor aus dem Bundesstaat Ohio ist jetzt wegen Sexualdelikten an einer Minderjährigen zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Der Mann war zuvor öffentlich immer wieder landesweit mit Aussagen gegen LGBTIQ+-Inhalte in Schulen aufgefallen und sprach von Frühsexualisierung von Jugendlichen.

Das Wichtigste im Überblick

  • US-Pastor Sials Shelton aus Ohio zu 15 Jahren Haft verurteilt.
  • Verurteilung wegen unrechtmäßigen sexuellen Kontakts mit einer 14-Jährigen.
  • Richter attestierte dem Angeklagten „keine Reue“.
  • Opfer gehörte zur Kirchengemeinde des Pastors.
  • Shelton hatte zuvor öffentlich gegen LGBTIQ+-Bücher und Pride-Symbole in Schulen gesprochen.

Täter-Opfer-Umkehr 

Sials Shelton wurde laut Gericht wegen unrechtmäßigen sexuellen Kontakts mit einer 14-Jährigen verurteilt. Der zuständige Richter verhängte die Höchststrafe und warf dem Angeklagten vor, „keine Reue“ gezeigt zu haben. „Wenn Sie keinerlei Verantwortung für Ihr Handeln übernehmen, zeigen Sie keine Reue. Sie entscheiden sich vielmehr dafür, dem Opfer die Schuld zu geben und behaupten, Sie seien – unglaublich – das Opfer von Missbrauch in ihrem Zuhause gewesen, einem 14-jährigen Kind“, sagte Richter Andrew McCoy. Shelton war ursprünglich wegen 12 Anklagepunkten angeklagt worden, darunter Vergewaltigung, schwerer sexueller Zwang, sexuelle Nötigung und unrechtmäßiger sexueller Kontakt mit einem Minderjährigen. Er bekannte sich schließlich in drei Fällen des dritten Grades des unrechtmäßigen sexuellen Kontakts mit einem Minderjährigen schuldig, was zu der Gesamtstrafe führte. Nach seiner Haftentlassung muss Shelton sich zudem 25 Jahre lang alle sechs Monate als Sexualstraftäter der Stufe II registrieren.

Situation ausgenutzt 

Laut Staatsanwaltschaft habe Shelton seine Position ausgenutzt. Der Staatsanwalt des Clinton County, Brian Shidaker, sagte vor Gericht, der Pastor habe aufgrund seiner Rolle in der Kirche, seiner Beziehung zur Familie des Opfers und des Alters des Mädchens Vertrauen missbraucht. Das Opfer war Mitglied der Blanchester Community Church, als die Taten 2019 begonnen haben sollen. Das Opfer erklärte vor Gericht, es gebe kein Strafmaß, das ihr das zurückgeben könne, was ihr genommen worden sei.

Hassprediger gegen LGBTIQ+

Der Geistliche war zuvor bereits öffentlich gegen LGBTIQ+-Inhalte in Schulen aufgetreten und war landesweit bekannt. 2023 sprach er vor dem Schulrat des Little Miami Local School District und äußerte sich kritisch über entsprechende Bücher und Inhalte. „Ich denke nicht, dass Kinder jemals ihre Sexualität hinterfragen sollten. Ich denke nicht, dass Kinder jemals ihre Sexualität erforschen sollten. Ich denke nicht, dass irgendetwas davon in unseren Schulen sein sollte“, sagte Shelton. Zudem bezeichnete er ein Buch mit LGBTIQ+-Thematik als Beispiel problematischer Inhalte.

Er äußerte außerdem, es gebe „Gesundheitsrisiken“ im Zusammenhang mit Homosexualität und nannte Pride-Flaggen in Klassenzimmern eine „ekelerregende Zurschaustellung“. Der Schulbezirk reagierte darauf, indem er Buchmessen vorübergehend aussetzte und später nur noch während Elternsprechtagen zuließ, damit Eltern die Inhalte kontrollieren können.

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