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Tragischer Tod bei Sex-Party Wiener Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen drei Teilnehmer

Von ms - 27.01.2026 - 09:00 Uhr
Tragischer Tod bei Sex-Party
Foto: iStock / SolStock
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Die Staatsanwaltschaft Wien hat jetzt Anklage gegen drei Männer erhoben, nachdem im Oktober letzten Jahres in einem Wiener Szenelokal im vierten Bezirk in Wien-Wieden ein Mann Mitte 40 bei einer schwulen Sex-Party ums Leben gekommen ist. Das Opfer starb nach dem Konsum von Alkohol, Kokain und Poppers. Der mitangeklagte Barkeeper soll sich an dem anfangs noch bewusstlosen Mann vergangen haben. Die Anklage wirft allen drei Angeklagten zudem unterlassene Hilfeleistung vor. 

Sex mit ohnmächtigen Club-Gast

Nach Dienstschluss gegen vier Uhr morgens veranstaltete der 41-jährige Barkeeper laut Staatsanwaltschaft eine private Sex-Party im Club. Zwei Bekannte, 53 und 34 Jahre alt, waren ebenfalls anwesend. Während der Feier konsumierten die Teilnehmer über mehrere Stunden hinweg Alkohol, Kokain und Poppers. Kurz vor sieben Uhr morgens fiel das spätere Opfer dann regungslos vom Barhocker. Überwachungskameraaufnahmen dokumentieren laut Anklageschrift, dass die anderen Teilnehmer der Feier zunächst keine Hilfe leisteten. 

Der 53-jährige Gast verließ den Club gegen 7:15 Uhr, ohne den Rettungsdienst zu alarmieren. Der Barkeeper soll dem Opfer zwar Wasser und einen Kaffee gebracht haben, jedoch keine Rettungsmaßnahmen eingeleitet haben. Stattdessen soll der Angestellte einen weiteren Bekannten ins Lokal eingeladen und mit ihm Sex gehabt haben, schlussendlich kam es außerdem demnach zu einem sexuellen Übergriff an dem hilflosen, jedoch noch atmenden Mann am Boden, so die Staatsanwaltschaft. 

Einsatzkräfte kommen zu spät

Erst eine Stunde nach dem Vorfall rief der Barkeeper schließlich den Rettungsdienst. Die Rettungskräfte wurden kurz nach acht Uhr morgens alarmiert, trafen jedoch zu spät ein. Das Opfer war bereits tot. Ein Obduktionsgutachten deutet darauf hin, dass der Mann möglicherweise überlebt hätte, wenn schneller Hilfe geholt worden wäre.

Alle drei Männer stehen nun vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, keine Hilfe geleistet zu haben, obwohl dies erforderlich gewesen wäre. Gegen den Barkeeper wird zusätzlich wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person ermittelt. Zaid Rauf, der Verteidiger des Barkeepers, bestätigte, dass sein Mandant die Tat gestanden habe: „Das ist einfach ein Drama“, so Rauf gegenüber den österreichischen Medien. Der Prozesstermin wurde noch nicht festgelegt. Studien der letzten Jahre zeigten auf, dass rund zwanzig Prozent der schwulen und bisexuellen Männer in Österreich regelmäßig Sex unter Einfluss von Drogen haben.  

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