Direkt zum Inhalt
Thailand verschärft Regeln
ANZEIGE

Thailand verschärft Regeln Neue Ausweisungsregeln für sexpositive Urlauber

ms - 08.09.2026 - 16:30 Uhr
Loading audio player...

Sonne, Meer und der sexy, fast nackte Kerl direkt nebenan – wessen lüsterne Gedanken hier direkt auf Wanderschaft gehen, kann künftig in Thailand ein böses Erwachen erleben. Das asiatische Land verschärft seinen Umgang mit ausländischen Besuchern und Urlaubern. Wer sich nicht an die geltenden Gesetze hält oder die öffentliche Ordnung gefährdet, soll künftig schneller des Landes verwiesen werden können. Betroffen sind unter anderem Menschen, die länger im Land bleiben als erlaubt, ein Unternehmen ohne die erforderliche Genehmigung betreiben, beispielsweise schwule Content Creator, oder insbesondere Sex in der Öffentlichkeit haben. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Thailand verschärft den Umgang mit ausländischen Besuchern, die gegen Gesetze verstoßen.
  • Schnellere Ausweisungen sind für Urlauber ab sofort möglich. 
  • Sex in der Öffentlichkeit gilt als „Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Moral“ und kann ebenso zur sofortigen Ausweisung führen. 
  • Überschreiten der erlaubten Aufenthaltsdauer kann ebenso erhebliche Konsequenzen haben.
  • Thailand rechnet weiterhin mit mehr als 30 Millionen Touristen im laufenden Jahr.
  • Die Reisebranche ist für das Land wirtschaftlich von großer Bedeutung.

Konsequenter gegen Verstöße vorgehen

Bislang wurden entsprechende Fälle jeweils individuell geprüft. Mit den neuen Vorgaben will die Regierung nun den Umgang mit ausländischen Personen vereinheitlichen und konsequenter gegen Verstöße vorgehen. Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul erklärte: „Ausländische Touristen oder Arbeitskräfte, die gegen das Gesetz verstoßen, müssen das Land verlassen.“ Nach Angaben der Regierung sollen die neuen Regelungen zugleich die Sicherheit derjenigen stärken, die sich legal in Thailand aufhalten oder das Land bereisen. Thailand ist für viele schwule Urlauber ein beliebtes Reiseziel. Besonders Städte und Ferienregionen mit ausgeprägtem Nachtleben ziehen seit längerem internationale Besucher an, die gerade auch die schwule, sexpositive Szene des Landes hat es vielen Community-Urlaubern besonders angetan. Die nun verschärften Vorgaben könnten da für manchen Mann auf Freiersfüßen zum Problem werden. 

Thailand bleibt auf Touristen angewiesen

Trotz der Verschärfungen betont die thailändische Regierung, dass ausländische Besucher weiterhin willkommen sind. Das gilt insbesondere für Touristen, Beschäftigte und Einwohner, die sich an die geltenden Gesetze halten. Der Tourismus ist für Thailand von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Für das laufende Jahr erwartet das Land mehr als 30 Millionen internationale Touristen. Die Reisebranche steht für rund 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Regierung muss damit einen Spagat bewältigen: Einerseits soll konsequenter gegen ausländische Besucher vorgegangen werden, die gegen thailändisches Recht verstoßen. Andererseits bleibt das Land auf die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus angewiesen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Homosexuelle Paare

Bildungsniveau häufig ähnlich

Bei 63 % gleichgeschlechtlicher Paare in Deutschland ist das Bildungsniveau ähnlich und zudem ausgeglichener zusammengesetzt als bei Heterosexuellen.
Digitale Räume bleiben wichtig

Jugendliche fordern mehr Schutz

Kinder und Jugendliche sowie queere Kids wollen digitale Räume sicher nutzen, selbstbestimmt mitgestalten und besser vor Risiken geschützt werden.
Umdenken in Sachsen-Anhalt?

Sepp Müller will Landeschef werden

Der schwule Unionspolitiker Sepp Müller will CDU-Chef in Sachsen-Anhalt werden und fordert einen politischen Neustart nach dem Wahldebakel.
Pride Night fällt aus

Kein Heated Rivalry-Effekt?

Kein Heated Rivalry? Das Eishockeyteam Dallas Stars streicht seine Pride Night. LGBTIQ+-Fans sind enttäuscht, Konservative feiern die Entscheidung.
Prozess in der Schweiz

Rechtsextreme vor Gericht

In Zürich stehen sechs Mitglieder einer rechtsextremen Gruppierung wegen homophoben Attacken vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen.
Amnesty klagt an

Homo-Hass in Uganda

In Uganda fördern US-Evangelikale und russische Konservative schwulenfeindliche Gesetze, so Amnesty International. Auch andere Staaten sind betroffen.
Tod in Bangladesch

Mord an trans* Aktivistin

Eine trans* Hijra-Gemeinschaftsleiterin wurde in Bangladesch tot aufgefunden. Die Polizei konnte inzwischen einen Verdächtigen festnehmen.
Ausraster im Flugzeug

Passagiere fesseln Fanatiker

Nach einem gewalttätigen homophoben Ausraster haben Passagiere einen Mann während eines US-Flugs mit Klebeband und Kabelbindern fixiert.
Mordfall Sam Nordquist

Zwei Angeklagte vor Urteil

Zwei Angeklagte haben ihre Beteiligung an Entführung, Folter und Mord an trans* Mann Sam Nordquist eingeräumt und erwarten eine lebenslange Haft.