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Stress in US-Kliniken Flucht in US-Bundesstaaten, die trans* Behandlung erlauben

Von ms - 13.04.2026 - 12:30 Uhr
Stress in US-Kliniken
Foto: iStock / ljubaphoto
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Eine neue Untersuchung des Williams Institute an der UCLA School of Law zeigt, dass gesetzliche Einschränkungen beim Zugang zu geschlechtsbejahender Gesundheitsversorgung in den USA weitreichende Folgen für medizinische Anbieter haben. Demnach berichten viele Fachkräfte von steigender Nachfrage, aber auch von deutlich erhöhten psychischen Belastungen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Studie des Williams Institute der UCLA untersucht Auswirkungen restriktiver trans* Gesetze auf medizinische Versorgung
  • Nachfrage nach geschlechtsbejahender Versorgung ist in vielen US-Bundesstaaten gestiegen
  • Viele Anbieter berichten von erhöhtem Stress, Angst, Depressionen und Bedrohungen
  • Forscher sehen zunehmende politische Belastung für Fachkräfte in diesem Bereich

Steigender Druck auf Anbieter 

Laut der Studie gaben mehr als die Hälfte der befragten Anbieter in Bundesstaaten, in denen geschlechtsbejahende Versorgung für Minderjährige weiterhin möglich ist, an, dass die Nachfrage nach entsprechender Behandlung sowohl bei Erwachsenen (54 Prozent) als auch bei Jugendlichen (55 Prozent) in ihren Einrichtungen gestiegen sei. Als Ursache werden jüngste gesetzliche Einschränkungen in anderen Bundesstaaten genannt. Rund ein Drittel (31 Prozent) derjenigen, die auch Patientinnen und Patienten aus anderen Bundesstaaten behandeln, berichtete zudem, dass diese aufgrund restriktiver Regelungen in ihren Heimatstaaten eine Behandlung außerhalb suchen. Die Ergebnisse basieren auf anonymisierten Daten, untersucht wurden berufliche und persönliche Erfahrungen überwiegend in Bundesstaaten ohne gesetzliche Einschränkungen für diese Form der medizinischen Versorgung zum Zeitpunkt der Erhebung.

Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) gab an, sich aufgrund der politischen und rechtlichen Entwicklungen stärker als Anbieter positionieren zu wollen. Gleichzeitig berichteten rund 80 Prozent von erhöhtem Stress, 77 Prozent von gesteigerter Angst und 53 Prozent von verstärkten Depressionssymptomen. Etwa 26 Prozent der Befragten gaben an, persönlich online bedroht worden zu sein. 29 Prozent berichteten zudem von Drohungen gegen ihre Arbeitsstellen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit.

Burnout und Belastung 

Die Hauptautorin der Studie, Abbie E. Goldberg, Affiliated Scholar am Williams Institute und Professorin für Psychologie an der Clark University, erklärte: „In den letzten Jahren ist geschlechtsbejahende Versorgung stark politisiert worden, und Bemühungen, den Zugang insbesondere für Jugendliche einzuschränken, haben die Anbieter erheblich unter Druck gesetzt. Diese Studie zeigt, dass Anbieter geschlechtsbejahender Versorgung sich verpflichtet fühlen, ihren Patientinnen und Patienten eine hochwertige, evidenzbasierte Versorgung zu bieten. Daher ist es entscheidend, dass Arbeitsplätze Richtlinien und Verfahren schaffen, die ihre Sicherheit und ihr Wohlbefinden gewährleisten.“ “

Im Durchschnitt berichteten die befragten Fachkräfte, dass sie sich etwa zur Hälfte der Zeit persönlich ausgebrannt oder beruflich erschöpft fühlten (55 beziehungsweise 49 Prozent). Deutlich geringer fiel die Belastung im direkten Kontakt mit Patientinnen und Patienten aus, wo der Wert bei durchschnittlich 29 Prozent lag.

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