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Queer Memorial in Zürich
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Queer Memorial in Zürich Erste Gedenkstätte dieser Art für die Schweizer Community

ms - 13.04.2026 - 12:00 Uhr
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In der Schweiz entsteht ein neuer Erinnerungsort für die queere Community: Das „Queer Memorial“ in Zürich soll künftig als Platz des Gedenkens, der Trauer, des Erinnerns und des Dankes dienen. Hinter dem Gemeinschaftsprojekt stehen das Team von HAZ – Queer Zürich, der HIV-Aidsseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich sowie von queerAltern Zürich.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Zürich erhält mit dem „Queer Memorial“ erstmals einen Gedenkort für queere Geschichte und Erfahrungen
  • Standort ist das Gelände des Friedhofs Sihlfeld nahe dem 2023 eröffneten Regenbogengrabfeld
  • Das Denkmal entsteht im Mai 2026 unter Beteiligung der Öffentlichkeit 
  • Die feierliche Einweihung ist für den 20. August 2026 geplant

Beteiligung der Öffentlichkeit

Der Gedenkstein wird in unmittelbarer Nähe des Regenbogengrabfelds auf dem Zürcher Friedhof Sihlfeld errichtet, das im September 2023 eröffnet wurde. Das Denkmal wird aus Bolinger Sandstein gefertigt und von „fliegenden“ Punkten aus regenbogenfarbenem Mörtel durchzogen sein. Der Stein soll eine Höhe von fast zwei Metern und eine Breite von rund 40 Zentimetern haben. Die Umsetzung des Memorials leitet das Künstlerduo Regine Brandt und Judith Schröter. Das Memorial soll in einem Gemeinschaftsprojekt entstehen, in Zusammenarbeit mit Menschen aus der Community. "Wünschenswert ist, dass das Denkmal in Zusammenarbeit mit der queeren Community entsteht. Dadurch widerspiegelt der Prozess den Zusammenhalt und die Stärke der Community", so das Team des Bündnis Regenbogen-Ruhe. In Zusammenarbeit mit dem Gestalterinnen wird das Queer Memorial Ende Mai in einem Atelier in Oetwil am See gefertigt. Die Mitarbeit ist an einzelnen oder mehreren Tagen möglich. Zur Teilnahme sind alle eingeladen, die „mit ihren Händen Stein und queere Geschichte gestalten möchten“.

Queere Menschen sichtbar machen

Zum Hintergrund erklärt das Vereinsbündnis: „Queere Menschen werden seit jeher Opfer gesellschaftlicher Strukturen und Diskriminierungen. Dies führt nicht zuletzt dazu, dass queere Menschen früher versterben. Sei dies durch Selbsttötung oder weil sie direkt Opfer von Gewalttaten oder indirekt Opfer von Diskriminierung werden, beispielsweise durch ungenügende medizinische Behandlung während der Aids-Pandemie. Viele dieser Opfer blieben bis heute unbenannt. Gleichzeitig ist die queere Community ein unglaublich starker Zusammenschluss vieler verschiedener Menschen, welche sich für die Rechte der eigenen Community einsetzen. Dabei brachte die queere Community viele einzelne große Persönlichkeiten und Kämpfer*innen hervor. Neben diesen großen und bekannten Persönlichkeiten gab und gibt es jedoch unzählige Kämpfer*innen, die sich täglich für die Rechte queerer Personen einsetzen. Auch sie bleiben oft unbenannt.“

Das Memorial solle daher verstärkt Sichtbarkeit schaffen. „Zum einen soll es für die unbenannten Opfer stehen, welche aufgrund vergangener und teilweise an bis heute bestehender Diskriminierung verstorben sind. Zum anderen soll es aber auch ein Zeichen und eine Erinnerung an diejenigen Menschen sein, die sich täglich für das Wohl von queeren Menschen einsetzen und dabei mit ihrer Arbeit einen großen Beitrag für das Weiterkommen in unserer Gesellschaft leisten.“ Die feierliche Einweihung des ersten schweizerischen Queer Memorial ist für den 20. August 2026 vorgesehen. 

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