Streit um Odyssee X-Eigentümer Musk will Odyssee „historisch akkurat“ erzählen
Elon Musk will die antike Literaturgeschichte der Odyssee mithilfe Künstlicher Intelligenz neu verfilmen. Der Milliardär und X-Eigentümer kündigte an, mit seiner KI-Plattform „Grok Imagine“ eine vollständige Adaption von Homers Epos produzieren zu wollen.
Das Wichtigste im Überblick
- Elon Musk will mit seiner KI-Plattform „Grok Imagine“ eine eigene Version von Homers „Odyssee“ erstellen.
- Die Produktion solle bis Ende 2026 fertiggestellt werden und laut Musk „historisch akkurat“ sein.
- Musk kritisiert Christopher Nolans „The Odyssey“ wegen kreativer Entscheidungen bei der Besetzung.
- Seine Aussagen lösten Kritik aus, nachdem er Angriffe gegen die Besetzung von Lupita Nyong’o und Elliot Page verstärkte.
- Nolan warnt vor minderwertigen KI-Inhalten im Filmgeschäft und setzt auf reale, greifbare Formen des Erzählens.
Kritik an Nolans Verfilmung
In einem Beitrag auf X zeigte Musk einen dreiminütigen Clip, der mit Grok Imagine erstellt wurde. Er erklärte, der Film solle bis Ende 2026 erscheinen. Musk bezeichnete das geplante Projekt als „historisch akkurat und der Kunst Homers treu“. Die Aussage sorgt seitdem allerdings für viel Diskussionen, da Homers Werk selbst zahlreiche Götter, Monster und andere mythische Wesen enthält. Musk hatte zuvor mehrfach die kreative Umsetzung von Christopher Nolans Großproduktion „The Odyssey“ kritisiert. Insbesondere war ihm dabei der Cast rund um die schwarze Schauspielerin Lupita Nyong’o als schöne Helena von Troja und trans* Schauspieler Elliot Page als griechischen Soldaten Sinon.
In einem Beitrag auf X von Mitte Mai behauptete Musk, Nolan habe Nyong’o nur engagiert, weil „er die Preise gewinnen will“. Über die Besetzung von Elliot Page sagte Musk, dies sei „eines der dümmsten und verdrehtesten Dinge, die ich je gehört habe“. Auch eine mögliche Zusammenarbeit mit Schauspieler und Regisseur Mel Gibson brachte Musk jetzt ins Gespräch. Er erklärte, er wäre bereit, eine Realverfilmung von „Die Odyssee“ unter Gibsons Regie finanziell zu unterstützen.
Nolan warnt vor KI-Inhalten
Christopher Nolan selbst zählt zu den prominenten Kritikern des Einsatzes generativer Künstlicher Intelligenz im Filmbereich. In einem Interview mit dem britischen Telegraph sagte Nolan Anfang dieser Woche, insbesondere jüngere Zuschauer würden sogenannte „AI Slop“ – also minderwertige KI-generierte Inhalte – schnell erkennen und ablehnen. Der Regisseur äußerte außerdem die Einschätzung, dass sich die Filmbranche wieder stärker traditionellen und praktischen Formen des Erzählens zuwenden könnte. „Nach Jahren, in denen wir uns in Richtung stark virtueller Umgebungen bewegt haben, sehen wir ein erneutes Interesse an greifbareren, realeren Formen des Geschichtenerzählens“, so Nolan.