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Stärkung der Community

Stärkung der Community Besondere Wichtigkeit von Sport-Events für LGBTIQ+

ms - 09.02.2026 - 12:00 Uhr
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Der Super Bowl in den USA und jetzt die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina 2026 setzen inzwischen nach Angaben der queeren US-Organisation GLAAD ein deutliches Zeichen für Inklusion – sportliche Großevents seien dabei enorm wichtig für die ganze Community. 

Sichtbarkeit der Community 

Gestärkt werden solche Highlights insbesondere durch die Einbindung von wichtigen Persönlichkeiten aus der Community wie die queere Brandi Carlile, die bisexuelle Billie Joe Armstrong oder den schwulen Ricky Martin beim Super Bowl 2026 als auch besondere Allys von LGBTIQ+-Menschen wie Bad Bunny, Lady Gaga oder Green Day bei der Halbfinalshow in den USA oder eben Mariah Carey bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Italien. 

Bei dem internationalen Wintersportereignis nehmen zudem 44 offen homosexuelle oder queere Athleten aus mehreren Ländern teil, darunter auch aus Deutschland. Seit Beginn der Wettkämpfe am letzten Freitagabend erleben viele von ihnen laut GLAAD dabei viel Zuspruch und Dankbarkeit, wie beispielsweise der US-Speedskater Conor McDermott-Mostowy berichtete: „Ich habe eine ziemliche Flut von Nachrichten in den sozialen Medien bekommen, was wirklich erstaunlich war. Das waren Menschen, die sich nur gemeldet haben, um mich zu unterstützen und mir zu sagen, wie großartig es für sie ist, queere und homosexuelle Athleten bei den Olympischen Spielen zu sehen.“

Inklusion und Kaufkraft

GLAAD-Präsidentin Sarah Kate Ellis hob diesbezüglich hervor: „Über zwanzig Prozent der jungen Generation Z sind LGBTIQ+, daher sind Inklusion und Sichtbarkeit der Schlüssel zu Zukunftssicherheit. Zugehörigkeit, Sicherheit und die Freiheit, wir selbst zu sein, sind für den Erfolg aller von wesentlicher Bedeutung.“ 

Dabei verzeichnet die größte queere Organisation der Vereinigten Staaten auch eine starke Zunahme von Werbung, die inzwischen LGBTIQ+-Menschen aktiv mit einbindet. Ein wichtiger Aspekt und eine Anerkennung der Tatsache, dass die Kaufkraft der queeren Community allein in den USA auf rund 1,4 Billionen US-Dollar (1.400 Milliarden) geschätzt wird, so Ellis weiter. Die deutsche LGBTIQ+-Community hat laut dem LGBT Capital Index eine Kaufkraft von rund 190 Milliarden Euro (224 Milliarden US-Dollar).  

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