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Sorry nach Schwulen-Witzen Reform Scotland-Chef Malcolm Offord entschuldigt sich

Von ms - 26.03.2026 - 10:00 Uhr
Entschuldigung nach Schwulen-Witz
Foto: IMAGO / Avalon.red
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Malcolm Offord, Vorsitzender von Reform UK in Schottland, hat sich für eine Reihe homophober Witze über den schwulen verstorbenen Popstar George Michael und seinen Partner Fadi Fawaz entschuldigt, die bereits 2018 bei einer Burns-Night-Veranstaltung gefallen sind, aber erst jetzt medienwirksam publik wurden. Offord war damals Vorsitzender des London Scottish Rugby Clubs und hielt die Rede im Rahmen eines Burns Suppers, einem traditionellen schottischen Fest, das zu Ehren des schottischen Nationaldichters Robert Burns (1759–1796) veranstaltet wird. 

Witze ohne Niveau 

Einer der Zeuge, Ian Lewer, bezeichnete die Äußerungen als „extrem unangenehm und unangemessen“. Er sagte dem Daily Record: „Ich saß neben einem schwulen Mann, und es war offensichtlich eine extrem unangenehme und schwierige Erfahrung für ihn. Selbst für einen Rugby-Club war es ein grobes, geschmackloses und beleidigendes Spektakel.“ Lewer kritisierte zudem, dass Offord während der Rede offenbar alkoholisiert gewesen sei und dass die Rede bizarre Verknüpfungen zwischen George Michaels Songs und den Werken von Robert Burns enthielt. „Ich bin nicht prüde, ich bin für derbe Scherze offen. Aber es gibt Scherze und es gibt Dinge auf diesem Niveau. Ich weiß nicht, wer bei klarem Verstand so etwas sagen würde. Es ist völlig bizarr, dass jemand aufsteht, vor 200 Personen eine Rede hält und so etwas sagt“, so Lewer weiter. 

In einer Stellungnahme erklärte Offord nun: „Ich bedauerte es sofort, erkannte, dass es völlig unangemessen war, und übernahm die Verantwortung für das, was ich gesagt habe. Es war ein ungeschickter Fehler, den ich sofort einräumte und auf den ich reagierte. Ich bin nicht homophob. Ich bin jemand, der Verantwortung übernimmt, zu seinen Handlungen steht und Wiedergutmachung leistet, wo nötig. Das bin ich.“ Als Widergutmachung spendete er daraufhin Geld an eine wohltätige LGBTIQ+-Organisation. 

Kritik von der Opposition 

Die Äußerungen stießen in der schottischen Politik auf breite Kritik. Erster Minister John Swinney erklärte: „Diese Kommentare haben in der schottischen Gesellschaft keinen Platz. Sie sind typisch für die Vorurteile, die Reform UK verbreitet. Malcolm Offord und seinesgleichen sind für Ämter ungeeignet.“ Paul O’Kane von der schottischen Labour-Partei ergänzte: „Das zeigt nur, dass Reform UK die unangenehme Partei ist, die sie sind. Ob Homophobie oder Rassismus – es gibt offenbar keine Grenze, die sie nicht überschreiten würden.“ Offord wird voraussichtlich bei den Wahlen zum schottischen Parlament 2026 kandidieren.

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