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Mehr Sichtbarkeit für Regenbogenfamilien und mehr Einsatz gegen LGBTI*-Gewalt
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Schweiz: Mehr Einsatz für LGBTI* Mehr Sichtbarkeit für Regenbogenfamilien und mehr Einsatz gegen LGBTI*-Gewalt

ms - 09.06.2022 - 16:30 Uhr
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Die Schweiz scheint in letzter Zeit immer mehr Einsatz für Gleichberechtigung und Akzeptanz von LGBTI*-Menschen zu zeigen – zwei neue Aktionen von dieser Woche begründen die Hoffnung, dass sich zeitnah einiges verbessern könnte. Kurz vor der Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe zum 01. Juli hat der Nationalrat nun beschlossen, die rechtliche Absicherung von Regenbogenfamilien zu stärken. Zum einen geht es um die Stiefkind-Adoption: Bisher ist diese ähnlich schwierig und bürokratisch umsetzbar wie in Deutschland. Wird das Vorhaben auch vom Ständerat verabschiedet, soll die bisherige, einjährige Wartezeit entfallen, sodass auch der Partner des leiblichen Elternteils das Kind direkt nach der Geburt adoptieren kann. Außerdem soll geprüft werden, ob weitere Erleichterungen umgesetzt werden können. Zum anderen will der Nationalrat in einer Debatte klären, wie queere Familien und deren Kinder rechtlich besser abgesichert werden können, wenn die Zeugung mittels einer Samenspende aus dem Ausland erfolgt ist.

Die zweite Aktion, die diese Woche für Gesprächsstoff in der Schweiz sorgt, ist eine neue, dreimonatige Kampagne, die explizit in Ballungszentren und Problembezirken in Zürich auf Hassverbrechen gegenüber LGBTI*-Menschen aufmerksam machen soll. Große Plakate sollen darüber informieren, wie man sich als Opfer fühlt und wie Passanten sich am besten bei solchen Angriffen verhalten sollten und aktiv helfen können. Die Zahl der Anfeindungen und Gewalttaten sind auch in der Schweiz in den letzten Jahren massiv angestiegen, sodass die LGBTI*-Gruppen Network und PinkCop im Frühjahr die Aktion ins Leben gerufen hatten. Abgerundet wird die Kampagne durch eine Webseite, die Opfern Hilfestellung geben will und Interessierten mit weiteren Informationen zur Verfügung steht. Oftmals sei gerade heterosexuellen Menschen das Ausmaß der Gewalt gegenüber queeren Menschen in der Schweiz bis heute nicht klar. Die Kampagne will auch hier für mehr Sensibilisierung in der allgemeinen Bevölkerung sorgen.  

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