Rückschritt für die Menschenrechte UN kritisieren Gesetze in Brunei scharf
Seit der Gesetzesänderung ist der südostasiatische Kleinstaat Brunei auf der Insel Borneo in aller Munde. Leider macht der Inselstaat aber nicht gerade Werbung für sich.
Nachdem der Schauspieler George Clooney zum Boykott von Hotels des herrschenden Sultans aufrief, welchem sich der Sänger Elton John anschloß, äußerten sich nun auch die Vereinten Nationen zu den Änderungen des Strafgesetzbuches, wie die Deutsche Welle berichtet.
Die UN kritisierten die neuen Gesetze als „unmenschlich“ und die UN-Menschenrechtskomissarin Michelle Bachelet forderte die Regierung des Sultanats auf, das Inkrafttreten dieser am 3. April zu verhindern. Bachelet sagte, die Neuregelung sei ein „schwerer Rückschritt für die Menschenrechte der Einwohner von Brunei“. Auch die Bundesrepublik Deutschland schaltete sich nun zum Fall Brunei ein.
Das Auswärtige Amt bestellte heute die Botschafterin von Brunei zum Gespräch ein. Eine Einbestellung ist die untere Stufe einer diplomatischen Sanktion.