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Robert Redford ist tot Jahrzehntelang förderte er die Rechte von LGBTIQ+-Menschen

Von ms - 17.09.2025 - 10:00 Uhr
Robert Redford ist tot
Foto: IMAGO / Manfred Segerer
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Hollywood-Legende Robert Redford ist gestern im Alter von 89 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Utah gestorben – nebst seinem Engagement für unabhängige Filmemacher, Politik und die Umwelt war der US-Schauspieler auch ein Unterstützer der LGBTIQ+-Community und veränderte zudem durch sein filmisches Werk den Blick auf Homosexuelle und queere Menschen. 

Rollen jenseits des Klischees 

Redfords Karriere nahm in den 1960er Jahre Fahrt auf, bereits früh hinterfragte er dabei die gesellschaftlichen Normen jener Zeit – im Film „Verdammte, süße Welt“ von 1965 spielte er den bisexuellen Schauspieler Wade Lewis und schaffte es dabei, die Rolle nuanciert fernab von den damals gängigen Klischees über Schwule darzustellen. Er sorgte damit für Gesprächsstoff und förderte eine komplexere Auseinandersetzung mit Sexualität in den Medien – zu Recht ausgezeichnet mit dem Golden Globe für Redford. 

Vier Jahre später schaffte er 1969 an der Seite von Paul Newman im Film „Butch Cassidy und Sundance Kid“ den großen Durchbruch. Es folgten viele große Rollen, für die er in Erinnerung bleiben wird: „Der Clou“, „Die drei Tage des Condor“, „Die Unbestechlichen“, „Jenseits von Afrika“, „Der große Gatsby“, „Ein unmoralisches Angebot“, „Sneakers“, „Der Pferdeflüsterer“ oder auch „Spy Game“. Trotz seiner Glanzleistungen gab es nie einen Schauspiel-Oscar für ihn, sehr wohl allerdings einen für die Regie („Eine ganz normale Familie“) sowie den Ehren-Oscar fürs Lebenswerk 2002. 

Förderung von queeren Filmemachern 

Hollywood spielte für ihn dabei nie die erste Geige, er wollte von früher Jugend an Künstler werden, anfangs als Maler, später als Filmschaffender. „Hollywood war nie mein Traumziel“, so Redford 2013. Er gründete 1980 das Sundance Film Festival, das sich zum größten US-Filmfest für unabhängige Produktionen mauserte und zum Karrierestart unzähliger Kreativer wurde – dabei gab er immer wieder auch homosexuellen und queeren Stimmen und Künstlern den Raum und die Möglichkeit, ihre Geschichten zu erzählen. Ab den 1990er Jahren engagierte er sich zudem leidenschaftlich für den Erhalt der Natur. 

Kampf für die Ehe für alle 

Er wurde immer mehr zum Aktivisten – auch für die LGBTIQ+-Community. In den 2010er Jahren war Redford einer der besonders lautstarken und wichtigsten Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe. Bei einer Veranstaltung von Equality Utah erklärte er so, es sei „unamerikanisch“, homosexuelle Menschen zu diskriminieren: „Ich bin aus dem gleichen Grund hier wie Sie – gleiche Rechte für alle“, sagte er voller Leidenschaft vor dem applaudierenden Publikum. Bis zu seinem Tod setzte er sich auch immer wieder gegen Diskriminierung von LGBTIQ+-Menschen in Hollywood ein – und weit darüber hinaus. 

Über die Einführung der Ehe für alle sagte er über seine Landleute im eher konservativen Utah: „Es gibt gute Menschen in Utah. Mehr Menschen wollen die diskriminierenden Gesetze ändern als sie beibehalten.“ Durch seine unaufgeregte und doch eindringliche Art schaffte er es immer wieder, sowohl im Film wie auch im Leben Menschen zu überzeugen und ihre klischeebeladenen Ansichten über Schwule, Lesben und queere Menschen zu überdenken und schlussendlich hinter sich zu lassen. Redford war einer der ganz großen Schauspieler und Regisseure Hollywoods – darüber hinaus war er ein noch größerer Mensch. 

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