Revolution in der Forschung Game-Changer im Bereich STI für die sexpositive Community
Die Forscher der Technischen Universität München haben zusammen mit dem britischen Imperial College in London eine neue Methode entwickelt, Krankheitserreger und Bakterien deutlich schneller zu erkennen – eine bisherige Wartezeit von zumeist mehreren Tagen kann so auf einige Minuten verkürzt werden.
Das könnte nach Angaben der Forscher die Therapie revolutionieren. Insbesondere gerade auch im Bereich von Geschlechtskrankheiten und bei besonders vulnerablen Gruppen wie der schwulen und bisexuellen, sexpositiven Community könnte die jüngste Entwicklung zu einem Game-Changer bei der STI-Prävention und Verbreitung von Geschlechtskrankheiten sorgen.
Revolution für die Früherkennung
Die Bestimmung von krankmachenden Bakterien dauert derzeit in der Regel mehrere Tage, dabei wird der Erreger isoliert und eine Bakterienkultur angelegt. Bis dahin kann sich nicht nur der Gesundheitszustand der Betroffenen verschlechtern, sondern im Fall von Geschlechtskrankheiten existiert immer auch die Gefahr einer unbewussten Weitergabe an andere Menschen beziehungsweise Sexualpartner.
Mittels Massenspektrometern und einer Bakteriendatenbank soll diese Zeit zur Erkennung des Bakteriums nun radikal auf wenige Minuten verkürzt werden. In der Datenbank sind bereits 232 besonders wichtige Bakterienspezies aufgelistet. Das ermögliche laut der Münchner Hochschule eine deutlich effektivere Therapie und verhinderte aller Wahrscheinlichkeit nach auch Neu-infektionen. Das Forscherteam will weiter daran arbeiten und die Datenbank ausbauen – insgesamt seien mehr als 1.400 bakterielle Krankheitserreger bekannt und dokumentiert, darunter auch klassische Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe und Chlamydien.