Direkt zum Inhalt
Proteste in Italien
ANZEIGE

Proteste in Italien Massive Kritik am Politikstil von Ministerpräsidentin Meloni

ms - 30.03.2026 - 09:30 Uhr
Loading audio player...

Rund 300.000 Menschen haben am vergangenen Wochenende gegen die Politik von Regierungschefin Giorgia Meloni demonstriert – Kritiker bewerten ihren Führungsstil als autoritär. Über 700 Organisationen haben sich an den Protesten beteiligt, darunter auch mehrere queere Vereine, die gegen den strikten Anti-LGBTIQ+-Kurs der Ministerpräsidentin protestierten. Die Demonstration in Italiens Hauptstadt war Teil der weltweiten Bewegung „No Kings“, die ausgehend von den USA Millionen Menschen mobilisierte. 

No Kings, just Queers 

In Rom startete der Protestzug an der Piazza della Repubblica, es war die erste größere Kundgebung seit Einführung eines neuen Sicherheitspakets der Regierung von Giorgia Meloni. Im Mittelpunkt der Demonstrationen standen Kritik an Trump, Meloni und an einer verstärkten Aufrüstung in Europa. Auch ein großer LGBTIQ+-Block beteiligte sich mit eigenem Wagen und gemeinsamer politischer Plattform daran, der Slogan lautete: „Don’t be a King, just be a Queer“. Zudem versammelten sich zahlreiche Gruppen, die sich gegen den politischen Kurs der Regierung richten. Kritisiert wurden unter anderem Maßnahmen angesichts der wirtschaftlichen Lage, Entwicklungen im Bildungs- und Gesundheitssystem sowie die Außenpolitik im Zusammenhang mit Israel, den USA und dem Iran.

Weltweite Proteste 

Weltweit haben sich am Samstag Millionen Menschen an Protesten der Bewegung „No Kings“ beteiligt. Es war die dritte große Mobilisierung seit der Gründung im Juni 2025 in den USA. Anlass war damals eine Militärparade zum 79. Geburtstag von Donald Trump. Die Bewegung bündelt unterschiedliche Protestanliegen – von Kritik an Massenabschiebungen über den Krieg im Iran bis hin zu steigenden Lebenshaltungskosten und einem als autoritär empfundenen Regierungskurs. Auch Trumps strikter Anti-LGBTIQ+-Kurs, insbesondere die gesetzlichen Einschränkungen für trans* Menschen, sind Gegenstand der Kritik und Proteste. 

Nach Angaben der Organisatoren fanden mehr als 3.300 Veranstaltungen in allen 50 US-Bundesstaaten statt, an denen sich rund acht Millionen Menschen beteiligten. Ein Schwerpunkt lag in St. Paul im Bundesstaat Minnesota, wo Bruce Springsteen vor etwa 50.000 Menschen auftrat. Auch Robert De Niro nahm in New York an einer Demonstration teil. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Reaktionen auf Amokfahrt

Entsetzen in der Community

Nach dem Terroranschlag auf den Berliner CSD läuft die Fahndung. Politik und Community reagieren mit Entsetzen.
Anschlag auf CSD Berlin

Eine Tote, mehrere Schwerverletzte

Bei einer Amokfahrt beim CSD in Berlin starb eine Frau, mehrere Menschen wurden lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter ist ein Islamist.
CSD Berlin abgebrochen

Auto rast in Menschenmenge

Der CSD in Berlin wurde am Samstagabend gegen 22 Uhr abgebrochen. Nach ersten Informationen ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast.
Der schwule Gentleman-Dieb

Gegenentwurf zu Sherlock Holmes

Der viktorianische Meisterdieb Raffles gilt als schwuler Gegenentwurf zu Sherlock Holmes und wurde von realen schwulen Persönlichkeiten inspiriert.
War Chopin schwul?

Neue Studie über den Komponisten

Eine neue Studie untersuchte Chopins Briefe an Männer und stellt traditionelle Erzählungen über sein Liebesleben infrage. War der Komponist schwul?
Templo zeigt Kraft und Kunst

Schwuler Pole-Star auf Welttour

Der costa-ricanische schwule Pole-Performer Templo bringt beim World Pride 2026 queere Kunst, Athletik und lateinamerikanische Kultur auf die Bühne.
Glamour trotz Hitze

Drag-Queens in der CSD-Sonne

Wenn die Temperaturen wieder Rekorde brechen, liefern sich Make-up, Mode und Sommerhitze bei CSDs einen Kampf, den meist nur der Humor gewinnt.
Team LGBTIQ+ in Glasgow

Commonwealth Games 2026

Bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow treten mehrere LGBTIQ+-Athleten an und setzen trotz kleinerem Teilnehmerfeld ein Zeichen für Vielfalt.
Ekelhafter Angriff in Kiew

Abgehackte Schweineköpfe

Ein Kiewer Schönheitssalon wurde wegen seiner LGBTIQ+-Unterstützung angegriffen: Mit Schweineköpfen sollten die Betreiber eingeschüchtert werden.