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Rechtsextreme Gruppe wollte US-Pride angreifen
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Polizei verhindert Anschlag auf Pride 31 Rechtsextreme kurz vor geplanter Gewalttat verhaftet

ms - 13.06.2022 - 10:00 Uhr
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Gerade noch rechtzeitig konnte die US-Polizei im Bundesstaat Idaho eine Gruppe von rechtsextremen Hooligans stoppen, bevor diese eine Pride-Veranstaltung in einer Kleinstadt überfallen konnte. Ein Anwohner eines nahe gelegenen Hotelparkplatzes hatte zuvor die Polizei informiert, dass sich vor seinem Haus eine “kleine Armee“ seltsamer Gestalten ansammeln würde.

Die Polizei reagierte schnell und konnte die rechtsextreme Gruppe und ihren Truck stoppen, bevor diese bei der Pride-Veranstaltung der örtlichen Pride Alliance angekommen waren. Die Männer standen im Inneren des Lastwagens und trugen Khakis, marineblaue Hemden, beigefarbene Mützen und weiße Sturmhauben, die ihre Gesichter bedeckten. „Sie kamen eindeutig, um in der Innenstadt zu randalieren“, so Polizeichef Lee White aus der Kleinstadt Coeur d’Alene. Insgesamt konnte die Polizei 31 Personen festnehmen. Videos von der Verhaftung, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen die Männer, wie sie auf dem Rasen knien und ihre Hände mit Reißverschlüssen hinter dem Rücken gefesselt sind. Auf der Rückseite eines Hemdes stand "Reclaim America". Die Verhafteten stammen aus elf Staaten, darunter Washington, Oregon, Texas, Utah, Colorado, South Dakota, Illinois, Wyoming, Virginia, Arkansas und Idaho, so White.

In dem Truck der Gruppe fanden die Polizisten Kampfausrüstung, eine Rauchgranate, Schienbeinschützer und Schilde. Die Männer trugen zudem Armabzeichen und Logos auf ihren Mützen, die sie als Mitglieder der Patriot Front auswiesen. Die Vereinigung ist den meisten Amerikanern spätestens seit den Randalen von Rechtsradikalen in Charlottesville vor knapp fünf Jahren ein Begriff – eine Frau wurde damals getötet und zahlreiche Menschen verletzt, als ein Anhänger der Rechtsextremisten mit seinem Auto in eine Menschenmenge gerast war. Nach Aussage der Anti-Diskriminierungsstelle ADL ist die Patriot Front von der “Vorherrschaft der Weißen“ überzeugt, die von den Behörden als "weiße nationalistische Hassgruppe" definiert wird. Das Manifest der Gruppe ruft zur Bildung eines weißen Ethnostaats in den Vereinigten Staaten auf und erklärt dabei auch Minderheiten wie die LGBTI*-Community zu ihren Feinden. Anhand der gesammelten Beweise und Dokumente im Truck inklusive eines “Angriffsplans“ können die Behörden klar belegen, dass die Gruppe plante, in mehreren Bereichen der Innenstadt zu randalieren und dass das Zentrum ihrer Angriffe das Pride-Event war. Während die 31 Männer abtransportiert wurden, konnte die Veranstaltung "Coeur d'Alene Pride in the Park" der North Idaho Pride Alliance ohne Störungen abgehalten werden.

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