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Streit im Tennissport
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Streit im Tennissport Verhärtete Fronten nach trans* Verbot der WTA

ms - 07.08.2026 - 11:00 Uhr
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Der Streit um die Teilnahme von trans* Sportlerinnen beim Profi-Tennis geht weiter: Jetzt hat sich auch US-Tennisstar Coco Gauff zur umstrittenen Einführung verpflichtender genetischer Geschlechtstests im Frauentennis geäußert. Die Weltranglisten-Vierte betonte, sie unterstütze die trans* Community „auf jeden Fall“, sehe zugleich aber auch die Notwendigkeit, die Fairness im Frauensport zu schützen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Tennisspielerin Coco Gauff unterstützt die trans* Community und zugleich Maßnahmen für Fairness im Frauensport.
  • Anlass ist die neue WTA-Regel zu verpflichtenden genetischen Geschlechtstests für alle Spielerinnen.
  • Gauff warnt davor, die Debatte für Angriffe auf trans* Menschen zu nutzen.
  • Auch Weltranglistenerste Aryna Sabalenka spricht sich für die neue Regelung aus.

Schwierige Debatten

Anlass ihrer Äußerungen ist die Entscheidung der Women's Tennis Association (WTA), künftig von allen Spielerinnen einen genetischen Geschlechtstest zu verlangen. Gauff wurde während der Canadian Open in Toronto auf die neue Regelung angesprochen. Die 22-Jährige, zweimalige Grand-Slam-Siegerin und eine der bekanntesten Tennisspielerinnen der Welt, sagte: „Ich verstehe die Gründe dafür.“ Zugleich machte sie deutlich, dass die Debatte aus ihrer Sicht zunehmend zulasten von trans* Menschen geführt werde. „Ich denke, dass diese Diskussion der trans* Community viel Feindseligkeit eingebracht hat, was ich überhaupt nicht gut finde. Gleichzeitig verstehe ich aber auch die Notwendigkeit, den biologischen Unterschied zu berücksichtigen und diesen zu schützen sowie zu bewahren.“

Die Diskussion sei deshalb nicht einfach zu führen. „Deshalb denke ich, dass diese Debatte sehr vielschichtig ist.“ Gauff kritisierte außerdem, dass manche Menschen die Diskussion über den Frauensport aus ihrer Sicht als Vorwand nutzten, um gegen trans* Personen Stimmung zu machen. „Ich stimme dem Schutz der Fairness im Frauensport teilweise zu. Aber ich mag nicht, welche Angriffe dadurch entstehen“, sagte sie. „Es gibt Menschen, denen das Thema eigentlich egal ist, die es aber als Vorwand nutzen, um die trans* Community anzugreifen. Das finde ich ebenfalls nicht gut. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich diese Frage beantworten soll, ohne dass meine Worte verdreht werden.“

WTA bestätigt Regelungen 

Ihre persönliche Haltung fasste Gauff abschließend zusammen: „Was meine Haltung betrifft: Ich unterstütze die trans* Community auf jeden Fall, aber ich unterstütze auch die Notwendigkeit, Fairness im Sport zu gewährleisten.“ Die WTA hatte zuvor angekündigt, künftig von allen Spielerinnen einen einmaligen genetischen Geschlechtstest zu verlangen, um weiterhin an Turnieren teilnehmen zu dürfen.  Geplant ist ein einmaliger Test auf das sogenannte SRY-Gen, das bei der Bestimmung des biologischen Geschlechts eine Rolle spielt. Die Untersuchung soll per Wangenabstrich oder Blutprobe erfolgen. Die WTA bestätigte die neue Regelung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach soll das Testverfahren noch in diesem Jahr eingeführt werden. Zugleich erklärte der Verband, man verpflichte sich dazu, „alle Spielerinnen mit Würde zu behandeln“. Die Debatte sorgt seit Monaten immer wieder für Streit, unter anderem auch zwischen den Tennislegenden Billie Jean King und Martina Navratilova.

Statement der Weltranglistenersten

Bereits zuvor hatte sich auch die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka hinter die neue Regelung gestellt. „Ich denke, es ist sehr wichtig, die Fairness auf unserer Tour zu bewahren“, sagte die Belarussin. „Biologisch sind Männer Frauen deutlich überlegen. Deshalb finde ich, dass es für Frauen nicht wirklich fair wäre, gegen biologische Männer anzutreten.“ Die Aussagen der 28-Jährigen verbreiteten sich schnell und sorgten abermals für intensive Diskussionen. Zahlreiche Fans stellten sich hinter Sabalenka, lobten ihre Offenheit und ihren Mut, sich öffentlich zu dem Thema zu äußern. Gleichzeitig folgte auch deutliche Kritik. Einige Nutzer warfen der dreimaligen Grand-Slam-Siegerin vor, trans* Frauen auszugrenzen. In sozialen Netzwerken wurde sie unter anderem als „transphob“ bezeichnet.

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