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Only Gay in Town? Wo ist man wirklich allein als LGBTI*-Mensch? Und wo tummeln sich die meisten Homosexuellen?

Von ms - 22.12.2023 - 10:00 Uhr
Only Gay in Town?
Foto: iStock / svetikd
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Gerade junge LGBTI*-Menschen fühlen sich heute wie damals ab und an immer noch alleine, vor allem dann, wenn sie jenseits der großen Städte wohnen – da mag auch die digitale Welt nicht allein ausreichen, um dieses Gefühl gänzlich verflüchtigen zu lassen. Sprichwörtlich ist man dann „the only Gay in Town“ (Der einzige Schwule in der Stadt), frei nach der britischen Sitcom „Little Britain“. Erst mit der Zeit merken auch junge LGBTI*-Menschen, dass es viel mehr LGBTI*-Personen gibt als angenommen, oftmals auch in direkter Nachbarschaft.

Mehr LGBTI* als je zuvor in Deutschland

Erst zu Beginn dieses Jahres wurde ein neuer Rekord in der Bundesrepublik aufgestellt: Derzeit leben rund 6,2 Millionen LGBTI*-Menschen in Deutschland, die meisten von ihnen sind homo- oder bisexuell (Statistisches Bundesamt). In Deutschland definieren sich im Gesamtdurchschnitt 7,4 Prozent der Bundesbürger als Mitglied der LGBTI*-Community – ein Rekord in Europa. Deutschland belegt den Spitzenplatz im europäischen Ranking, gefolgt von Spanien, Großbritannien und den Niederlanden (Marktforschungsinstitut Dalia).

Besonders hoch sind die Fallzahlen dabei gerade unter jungen LGBTI*-Menschen. Aktuell gibt es in der Bundesrepublik rund 11,7 Millionen junge Menschen (Quelle Statistika Research), die zwischen 1996 und 2009 geboren sind. Davon definieren sich in Deutschland derzeit 22 Prozent als LGBTI* (Ipsos 2023), das sind in absoluten Zahlen also rund 2,5 Millionen Menschen.

Die kleinste Gemeinde Deutschlands

Nichts da also mit „the only Gay in Town” – oder doch? Mancherorts mag das tatsächlich zutreffen. So hat das Bundesamt für Statistik jetzt die neusten Zahlen für jene Regionen herausgegeben, wo sich Igel und Fuchs tatsächlich sprichwörtlich „Gute Nacht“ sagen. Die kleinste Gemeinde Deutschlands war zum Jahresende 2022 das rheinland-pfälzische Dierfeld im Landkreis Bernkastel-Wittlich in der Vulkaneifel. Die Gemeinde hat insgesamt neun Einwohner, sieben Männer und zwei Frauen. Bei einer Fläche von 1,55 Quadratkilometern betrug die Bevölkerungsdichte von Dierfeld somit weniger als sechs Personen je Quadratkilometer.

Die zweitkleinste Gemeinde war dann Wiedenborstel im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein mit immerhin zehn Einwohnern. Eine Person mehr lebte jeweils in den Gemeinden Gröde auf der gleichnamigen Hallig im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein sowie in Herbstmühle im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz.

Berlin hat die meisten LGBTI*s, in München wird gekuschelt

Es gibt sie also doch, jene Orte in Deutschland, in der man tatsächlich höchstwahrscheinlich der einzige Schwule ist – vielleicht zieht es deswegen viele junge Homosexuelle bis heute in die Hauptstadt Berlin, die auch 2022 die bevölkerungsreichste Gemeinde / Stadt Deutschlands war. Aktuell leben in der Regenbogenhauptstadt rund 3.756.000 Menschen. Danach folgt bereits Hamburg mit rund 1,9 Millionen Einwohnern. Die höchste Bevölkerungsdichte kann wie in den Jahren zuvor dabei allerdings mit rund 4.900 Einwohnern je Quadratkilometer München für sich verbuchen – hier lässt es sich also mit den anderen schwulen Jungs am besten ganz eng aneinander kuscheln.

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