Direkt zum Inhalt

Neuerungen in der Schweiz Elternschaftsurlaub für alle statt Vaterschaftsurlaub

Von co - 22.11.2021 - 14:00 Uhr
Elternschaftsurlaub für alle statt Vaterschaftsurlaub
Foto: © Drazen_
ANZEIGE
Loading audio player...

Ende September entschied das Schweizer Stimmvolk zugunsten der Ehe für alle, die allen Paaren möglichst gleiche Reche zugestehen soll. Am 1. Juli tritt die Änderung in Kraft (SCHWULISSIMO berichtete). Bis dahin ist natürlich noch einiges zu tun. Eine der Konsequenzen betrifft zum Beispiel die Geburt von Kindern.

Gleiche Rechte beim Kinderkriegen

Vätern stehen in der Schweiz zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zu. Bisher war noch offen, ob homosexuelle Paare in dieser Hinsicht auch dieselben Rechte erhalten werden wie heterosexuelle. Daher forderten Nationalrätin Kathrin Bertschy (GLP) und Ständerätin Lisa Mazzone (Grüne) den Bundesrat unabhängig voneinander dazu auf, die rechtlichen Grundlagen so zu überarbeiten, dass der Vaterschaftsurlaub auch für homosexuellen Paare zugänglich ist. Am Donnerstag entschied der Bundesrat laut dem Tagesanzeiger, dass dieser Urlaub in der Tat zukünftig für alle Eltern gelten soll.

Eltern statt Väter

Der Bundesrat erklärte, dass die Ehefrau der Kindesmutter durch die Ehe für alle den rechtlichen Status als Elternteil erhält – ganz genau so wie es beim Ehemann auch gehandhabt wird. Somit gelte für sie als Elternteil logischerweise auch der Vaterschaftsurlaub und die zugehörige Vaterschaftsentschädigung. Es sei nun am Bundesamt für Sozialversicherungen, die Weisungen an die Durchführungsstellen anpassen, damit die Sozialversicherungen die Neuerungen durch die Ehe für alle auch berücksichtigen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heiße Heated Rivalry-Stars

TV-Serie räumt Nominierungen ab

Die „Heated Rivalry“-Stars Hudson Williams und Connor Storrie sind bei den Grindr Awards gleich mehrfach für ihre sexy Körper nominiert.
Ferran Torres leicht bekleidet

Fußballstar polarisiert mit Fotos

Spaniens Fußballstar Ferran Torres sorgt mit einer freizügigen Unterwäschekampagne für Aufsehen – und entfacht erneut Diskussionen in sozialen Medien.
Türklinke im Hintern

Kuriose Fälle in Notaufnahmen

Mehr als 1.500 Briten suchten binnen eines Jahres in England wegen Fremdkörpern im Hintern eine Notaufnahme auf. Ärzte warnen vor Verletzungsgefahren.
Alfie Watts übers Coming-Out

Familie reagierte mit Ablehnung

„Race Across the World“-Gewinner Alfie Watts spricht über die Ablehnung seiner Familie nach seinem bisexuellen Coming-Out und besondere Unterstützung.
Antidepressiva machen schwul

Neue Theorien aus Russland

Russlands Duma-Abgeordneter Vitali Milonow behauptet, Antidepressiva könnten Homosexualität auslösen, und fordert strengere Verschreibungsregeln.
STI-Welle in Italien

Sehr starker Anstieg bei Männern

In Italien steigen die Meldungen sexuell übertragbarer Infektionen deutlich. Besonders betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben.
Streit um UN-Menschenrechtsrat

Ausschluss von Anti-LGBTIQ+-Länder?

Fünf Staaten, die Homosexualität bestrafen, wurden jetzt in den UN-Menschenrechtsrat gewählt. Die African Human Rights Coalition übt scharfe Kritik.
Sportstreit in Nebraska

Trans* Verbot vor Abstimmung

Das Oberste Gericht Nebraskas lässt eine Abstimmung über ein Verfassungsverbot für trans* Sportlerinnen im Mädchen- und Frauensport zu.
Trauer um Coos Huijsen

Vorreiter der Community ist tot

Der Niederländer Coos Huijsen bekannte sich 1976 als erster Parlamentarier weltweit öffentlich zu seiner Homosexualität. Nun ist er gestorben.