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Mord an schwulem Studenten
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Mord an schwulem Studenten Untersuchung soll Vorgehen britischer Ermittler begutachten

ms - 25.03.2026 - 15:00 Uhr
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Der Tod eines 19-jährigen schwulen Studenten in London hat nun Folgen für die Metropolitan Police, die seit Jahren als besonders homophob bekannt ist: Eine Untersuchung soll nun klären, ob und inwiefern die Ermittler im Fall versagt haben. Angestoßen wurde der überfällige Schritt von den verzweifelten Eltern des jungen Mannes namens Edward Cornes. 

„Ungeklärter“ Todesfall 

Bereits im Januar dieses Jahres hatte die Met Police Fehler eingeräumt und sich bei der Familie entschuldigt – diese fordert eine generelle Wiederaufnahme des Verfahrens. Cornes war im Oktober 2021 tot im Untergeschoss eines Hotels aufgefunden worden, nur zwei Tage, nachdem er für sein Studium am University College in der Stadt angekommen war. Die damaligen Ermittler stuften das Vergehen erst als Tötungsdelikt ein und schlossen eine gute Woche später den Fall bereits als „ungeklärten Todesfall“ ab, nachdem GHB und Methamphetamin im Blut des Studenten gefunden worden war. „Sie haben sich darauf fixiert, dass er schwul war und ob er Drogen genommen hat – auf seinen Lebensstil und seine Sexualität“, so Miriam Blythe, die Mutter des 19-Jährigen. Ob Cornes die Substanz freiwillig genommen oder sie ihm, wie bei GHB oft üblich, in einem Getränk untergemischt wurde, interessierte die Polizei offensichtlich nicht, sein Tod wurde später als „drogenbedingt“ eingestuft.

Untersuchung der Ermittler 

Das unabhängige Aufsichtsbehörde Independent Office for Police Conduct (IOPC) erklärte deswegen jetzt, dass mehrere Beschwerden eingehend geprüft werden, darunter mögliche Fehler und massive Mängel in der ursprünglichen Ermittlung, der Handhabung der anschließenden gerichtlichen Untersuchung sowie auch bei der Kommunikation mit der Familie von Cornes.

Pikant dabei auch: Zwei Männer, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Hotelzimmer befanden, wurden vorübergehend festgenommen, jedoch nicht angeklagt, da die Polizei den Tod als „nicht verdächtig“ einstufte. Was die beiden Männer zusammen mit dem jungen Studenten im Hotelzimmer gemacht haben oder warum sie dort waren, hinterfragten die Ermittler nicht. Laut der britischen Presse sollen die Beamten außerdem wesentliche Ermittlungsansätze nicht verfolgt und potenzielle Beweise, darunter Überwachungsaufnahmen und forensische Proben, verloren haben. 

Die Familie von Cornes’ wirft den Ermittlern zudem extreme homophobe Einstellungen vor, so hätten sich die Polizisten immer wieder beleidigend und erniedrigend über ihren Sohn während der Untersuchungen geäußert. Die Angehörigen äußerten außerdem die Hoffnung, dass die laufende Untersuchung jetzt endlich Antworten liefern und Verantwortlichkeit herstellen werde. Die Kritik an der Homophobie innerhalb der Londoner Polizei reißt damit auch weiterhin nicht ab. 

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