Direkt zum Inhalt
LGBTIQ+ bei Olympia

LGBTIQ+ bei Olympia 2028 soll die Community viel Sichtbarkeit erleben

ms - 20.11.2025 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles wurden erstmals in der Geschichte der Spiele Pläne für das größte LGBTIQ+-Pride House vorgestellt, das es je für ein Sportevent gegeben hat. Dieses Pride House soll nicht nur ein bedeutender Treffpunkt für die queere Community während der Spiele sein, sondern auch ein starkes Zeichen für Inklusion und Unterstützung setzen.

Im Herzen von Hollywood 

Die ersten Details zum geplanten Pride House wurden kürzlich vom Out Athlete Fund, der Organisation hinter dem Projekt, bekannt gegeben. Das Pride House wird im Herzen von West Hollywood entstehen, dem bekanntesten LGBTIQ+-Viertel der Stadt, und es soll während der Olympischen Spiele sowie während der Paralympics ein breites kulturelles Programm bieten. Neben Ausstellungen und Filmvorführungen sind auch Konzerte, Partys und Pride-Demonstrationen geplant. Es wird auch nur etwa fünfzehn Minuten vom Olympischen Dorf entfernt sein, wo die Athleten untergebracht werden. 

Die Stadt Los Angeles unterstützt das Vorhaben mit einer Million US-Dollar, was ein klares Bekenntnis zur Förderung von Vielfalt und Akzeptanz darstellen soll. Michael Ferrera, der Leiter des Projekts, zeigte sich überzeugt, dass diese Partnerschaft mit der Stadt eine einzigartige Möglichkeit bietet, in die Welt ein starkes Zeichen von Inklusion hinaus zu senden. Ferrera bringt bereits Erfahrung in der Organisation großer Veranstaltungen mit, darunter die LA Pride und die West Hollywood Pride. „Das Pride House wird während der Olympischen Spiele 2028 ein bedeutender Anlaufpunkt für Athleten und Besucher sein, die sich in einem sicheren und einladenden Raum mit Gleichgesinnten austauschen möchten“, so Ferrera. Ein erster Probelauf wird bereits 2026 im Rahmen der FIFA-Weltmeisterschaft in Nordamerika stattfinden, bei der ebenfalls Spiele in Los Angeles ausgetragen werden.

Safe Space für die ganze Community 

Les Johnson, Präsident des Out Athlete Funds, betonte die besondere Bedeutung des Pride Houses als „Safe Space“ für queere Sportler und Gäste. Es sei wichtig, dass sich alle Menschen, die Teil der LGBTIQ+-Community sind, während eines so großen Events wie den Olympischen Spielen willkommen und unterstützt fühlen. Johnson fügte hinzu, dass neben der Stadt West Hollywood auch viele weitere Partner in das Projekt involviert sind, um die Vision eines sicheren, inklusiven Raums zu verwirklichen.

Die Geschichte der Pride Houses begann bereits 2010 bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver, wo erstmals ein solcher Treffpunkt eingerichtet wurde. Seitdem wurden über 25 Pride Houses bei internationalen Sportereignissen organisiert, darunter auch bei den Olympischen Spielen in London und Rio de Janeiro. Doch nicht immer gab es Unterstützung – so wurde etwa 2014 beim Winter-Event in Sotschi trotz internationaler Proteste kein Pride House zugelassen. In Japan dagegen wurde das Pride House 2021 erstmals offiziell vom Internationalen Olympischen Komitee unterstützt, was als ein bedeutender Schritt in Richtung Anerkennung und Inklusion für die queere Community galt.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Fans und Crew bestürzt

Dreharbeiten vorerst ausgesetzt

"Drag Race Philippines" trauert: Die Kandidatin Misua ist plötzlich während der Dreharbeiten gestorben. Sie wurde nur 27 Jahre alt.
Direkte Folgen für Sicherheit

Gewaltschutzgesetz-Anpassung nötig

Personen aus der LGBTIQ+-Community sind laut Forschung besonders häufig von digitaler Gewalt betroffen, die durch KI-Einsatz gezielt verstärkt wird.
Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.