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Suche nach Tätergruppe Regenbogenfahne in Aschaffenburg in Brand gesetzt

Von mr - 16.06.2026 - 18:00 Uhr
Regenbogenfahne in Aschaffenburg in Brand gesetzt
Foto: © iStock / Cineberg
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Ein bislang unbekannter Jugendlicher hat in der Nacht zu Samstag, den 14. Juni 2026 in Aschaffenburg eine aus einem Fenster hängende Regenbogenfahne mit der Aufschrift „Peace“ in Brand gesetzt. Dies berichtet Radio Primavera24. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung durch Brandlegung und bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Identität des mutmaßlichen Täters und seiner drei Begleitpersonen. Der Vorfall ereignete sich gegen 1:20 Uhr an einem Gebäude im Stadtzentrum; der Sachschaden wird auf etwa 500 Euro geschätzt.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Tat wurde am frühen Samstagmorgen in der Innenstadt von Aschaffenburg beobachtet.
  • Eine Regenbogenfahne und eine Lichterkette wurden mutwillig beschädigt bzw. zerstört.
  • Nach der Brandlegung floh der Täter mit drei Begleiterinnen und Begleitern zu Fuß Richtung Herstallturm.
  • Die Polizei bittet unter (06021) 857-2230 um Hinweise auf die vierköpfige Gruppe.

 

Ermittlungen nach Sachbeschädigung

Ein Zeuge beobachtete laut offiziellem Bericht, wie ein junger Mann auf ein Rolltor kletterte, die Regenbogenfahne ergriff und diese anzündete. Durch das Feuer wurden neben der Fahne auch eine Lichterkette sowie das Fensterbrett beschädigt. Die begleitenden Personen, zwei Mädchen im Alter von etwa 16 bis 17 Jahren und ein weiterer männlicher Jugendlicher, entfernten sich gemeinsam mit dem Tatverdächtigen vom Ort des Geschehens. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief bislang ohne Erfolg. Die Beschreibung des Täters durch die Polizei umfasst das ungefähre Alter von 17 Jahren, dunkle Haare, Schnurrbart, eine Gucci-Kappe, schwarze Sportkleidung und weiße Sneaker.

 

Bedeutung des Tatorts und gesellschaftlicher Kontext

Der Angriff erfolgte wenige Wochen, nachdem der neue Oberbürgermeister von Aschaffenburg, Markus Schlemmer (CSU), ein Verbot für das Hissen von Regenbogenfahnen am Rathaus verhängte. Solche Fahnen stehen in vielen Kommunen für Solidarität mit der queeren Community und werden insbesondere während des Pride Months Juni gezeigt. In den letzten Monaten häufen sich ähnliche Fälle von Sachbeschädigung an Regenbogenfahnen auch in anderen deutschen Städten wie Goslar und Güstrow, wie Polizeiberichte und lokale Medien bestätigen. Das gezielte Zerstören solcher Symbole wird von Vereinen und Aktivistinnen sowie Aktivisten als Angriff auf die Sichtbarkeit und Sicherheit queerer Menschen in der Öffentlichkeit gewertet.

„Die Regenbogenfahne ist für viele queere Menschen ein Zeichen von Toleranz und Akzeptanz. Angriffe darauf sind kein Kavaliersdelikt, sondern treffen die gesamte Stadtgesellschaft“, erklärte eine Sprecherin des queeren Vereins in Aschaffenburg am Sonntag.

 

Polizeiliche Maßnahmen und weitere Hinweise

Die Polizei geht derzeit von Sachbeschädigung durch Brandlegung aus und prüft, ob zusätzliche Motivlagen – beispielsweise Hass auf queere Menschen – eine Rolle spielen könnten. Entsprechende Straftaten können je nach Motivation und Schwere des Vorfalls als Hasskriminalität behandelt werden. Wer sachdienliche Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf die Gruppe geben kann, wird dringend gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg zu melden.

 

Wichtige Fragen zum Thema

Wie wird der mutmaßliche Täter beschrieben? Der Tatverdächtige soll etwa 17 Jahre alt sein, hat dunkles Haupthaar, einen Schnurrbart und trug bei der Tat eine Gucci-Kappe, schwarze Kleidung und weiße Sneaker.

Welche rechtlichen Konsequenzen drohen bei Sachbeschädigung durch Brandlegung? Für das vorsätzliche Anzünden fremder Gegenstände sieht das deutsche Strafgesetzbuch Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen vor, bei Hassmotiven kann eine Strafverschärfung erfolgen.

Gibt es ähnliche Fälle in anderen Städten? Ja, in den vergangenen Monaten wurden auch in Goslar und Güstrow Regenbogenfahnen Ziel von Angriffen, wie aus Polizeiberichten hervorgeht.

Die Ermittlungen in Aschaffenburg dauern an. Es bleibt offen, ob die Polizei die Tätergruppe identifizieren kann und welche weiteren Maßnahmen die Stadt zum Schutz queerer Symbole ergreifen wird.

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