Direkt zum Inhalt
 LGBTI* fürchten um ihre Privatsphäre
ANZEIGE

Kontakt-Ermittlungen Japanische LGBTI* fürchten um ihre Privatsphäre

co - 04.05.2020 - 11:45 Uhr
Loading audio player...

Die japanischen Gesundheitsbehörden haben damit begonnen, die zwischenmenschlichen Kontakte von Corona-Patienten zu ermitteln. Damit sollen die Infektionsquellen der Patienten aufgedeckt und die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Laut einer in der Japan Times zitierten Studie ist die LGBTI*-Community wegen der Ermittlungen beunruhigt: Viele fürchten nun, dass sie dadurch ungewollt geoutet werden könnten.

Laut der juristischen LGBTI*-Organisation Marriage for All Japan dürfen Corona-Patienten in der aktuellen Situation eingehend zu ihren persönlichen Kontakten und ihren besuchten Orten befragt werden. Das könnte zu einem unbeabsichtigten Outing von LGBTI*-Personen und deren Kontakten führen. Einer der 180 Umfrage-Teilnehmer lebt beispielsweise mit seinem Partner zusammen. In seiner Firma hat er sich jedoch noch nicht geoutet. Sollte er sich nun mit dem Virus infizieren, müsste er dem Gesundheitsamt von seiner Beziehung berichten. Ängstlich zeigten sich allerdings auch offen queere Teilnehmer – sie befürchten, dass sie bei der Behandlung eines erkrankten Partners von wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen werden könnten.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Erstes nationales Denkmal

Gedenkstätte auf Friedhof Sihlfeld

Zum ersten Mal in der Schweiz wurde ein öffentliches Denkmal für die Opfer von Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen eingeweiht.
Rücktritt gefordert

Kirche schweigt nach CSD-Anschlag

Der Passauer Bischof Oster hat bei einer Predigt queere Menschen und Veranstaltungen wie den CSD offen als Gefahr für die Demokratie bezeichnet.
Aus Scham wird Stärke

Vom Escort zum Tarot-Coach

Ein ehemaliger Gay-Escort macht persönliche Erfahrungen mit Scham und Trauma zum Ausgangspunkt für seine Arbeit mit Tarot.
Instagram greift durch

Heimliche Videos stoppen

Instagram verschärft den Kampf gegen heimliche Aufnahmen mit Smartbrillen und sperrt erstmals Konten mit Millionenpublikum.
Hass-Konferenzen in Afrika

Erweiterte Pläne für 2027

Ein afrikanisches Anti-LGBTIQ+-Netzwerk will seine Aktivitäten 2027 deutlich ausbauen und strebt langfristig Einfluss auf Gesetze an.
"Lächerlich" laut Sage Steele

Vorstellung bei Heimspiel

Ex-Moderatorin Sage  Steele hat die Vorstellung des neuen nicht-binären Maskottchens des Damen-Basketball-Teams Toronto Tempo "lächerlich" genannt.
Flucht in die Freiheit

Paradies mit Schattenseiten

Kap Verde gilt als sicherer Zufluchtsort für viele verfolgte homosexuelle Afrikaner – doch fehlende Asylregeln lassen viele in Unsicherheit zurück.
Der Druck zum Posten

Urlaub unter Beobachtung

Vor allem junge Menschen – auch viele queere – teilen ihren Urlaub selbstverständlich in sozialen Netzwerken. Doch das Posten kann belastend werden.
Gewalt gegen queere Fahrgäste

Forderungen an Fahrdienst Uber

Ein schwerer Angriff auf eine trans* Frau in Kolumbien löst Forderungen nach besserem Schutz queerer Fahrgäste bei Fahrdienst-Apps wie Uber aus.