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Karriereaus nach Angriff auf Gay-Sportler?
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Karriereaus nach Angriff auf Sportler? Profi-Rugby-Spieler aus Irland kann vielleicht nie wieder spielen

ms - 07.06.2022 - 15:30 Uhr
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Einer der beliebtesten Rugbyspieler in Irland, Evan Somer (23), hat nun erstmals ausführlich von dem homophoben Angriff auf sich erzählt – der junge schwule Profi-Spieler wurde im April letzten Jahres Opfer einer brutalen Attacke. Die Folgen waren eine gefährliche Augenverletzung, zertrümmerte Knöchel und womöglich das Ende seiner Karriere als Sportler – diese Befürchtung steht auch heute noch über ein Jahr später im Raum, wie er jetzt bekräftigte. 

In der irischen Fernsehsendung Claire Byrne Live erzählte Somer erstmals ausführlich von dem schrecklichen Angriff. Nachdem der junge Mann in den frühen Morgenstunden im April 2021 eine Schwulenbar The George in Dublin verlassen hatte und ein Taxi suchte, war er von einem Mann angesprochen und homophob verbal beleidigt worden. Via Twitter hatte Somers dies so festgehalten: "Letzte Nacht beschimpfte mich ein Fremder als Schwuchtel, bevor er die Scheiße aus mir herausprügelte. Er hat mir eine gebrochene Augenhöhle, zwei Brüche in meinen Knöcheln, eine Verrenkung in meinem Knöchel und einige andere kleinere Verletzungen zugefügt.“ Mit Blick auf die Gay-Community in Irland hatte Somers geschrieben: „Wir haben einen langen Weg zurückgelegt, aber wir haben auch noch einen langen Weg vor uns, was die Gleichberechtigung angeht."

In der Fernsehsendung erzählte Somers nun weiter: "Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu dem zurückkehren kann, was ich vorher gemacht habe", und erklärte, dass die Augenverletzung und die Platten und Stifte in seinen Knöcheln ihn möglicherweise dauerhaft daran hindern, wieder Rugby zu spielen. Somers hatte bei den Emerald Warriors gespielt, das erste LGBTI*-inklusive Rugby-Team Irlands. Im weiteren Gespräch beteuerte Somers, dass er sich auch heute ein Jahr nach der Tat noch immer nicht an alle Details erinnern könne, die letzten Bilder in seinem Kopf seien die der Faust des Mannes, die ihn hart im Gesicht traf: "Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass ich am Straßenrand auf einem Bordstein saß und mein Knöchel nach links zeigte, und es so aussah, als wäre er gar nicht mehr mit meinem restlichen Körper verbunden.“ Der Angriff habe dabei auch eine psychologische Narbe hinterlassen, so Somers. "Ich schaue jetzt öfter über meine Schulter. Ich bin definitiv paranoider geworden und achte mehr auf meine Umgebung.“

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