Direkt zum Inhalt

Jetzt ging er zu weit Politiker vom russischen Menschenrechtsrat verwarnt

Von co - 13.08.2021 - 14:00 Uhr
Politiker vom russischen Menschenrechtsrat verwarnt
Foto: © AleksandarGeorgiev
ANZEIGE
Loading audio player...

Vitaly Milanov war es seinerzeit, der das Propaganda-Verbot für LGBTI*-Themen in Russland auf den Weg brachte. Seither brachte er immer wieder teilweise recht abstruse Gesetzesideen ein, wie zum Beispiel eines, das es Männern verbietet, oberkörperfrei die Straße entlang zu gehen. Milanovs LGBTI*-feindlichen Äußerungen, die er gerne über jegliche zur Verfügung stehende Medien verbreitet, sind oft besonders krass und radikal. Doch jetzt ging er damit anscheinend sogar dem russischen Menschenrechtsrat zu weit.

Auf TikTok veröffentlichte Milanov ein Video, in dem er vorschlug, Heime für LGBTI*-Personen zu errichten, in denen sie wohnen könnten und wo man sie „füttere“, da das „human“ sei. Außerdem solle man sie „sterilisieren“ wie streunende Katzen – so verhindere man schließlich auch deren unkontrollierte Ausbreitung. Man solle Homosexuelle aber nicht mit „süßen Katzen“ vergleichen, da Erstere die „unterste Entwicklungsstufe der Tierwelt“ seien. Das Video wurde mittlerweile gelöscht.

Die Vorsitzende des russischen Menschenrechtsrates, Valery Fandeev, sandte ihm laut RT umgehend eine Verwarnung zu: Man könne eine LGBTI*-feindliche Meinung haben, solle allerdings nicht öffentlich zum Gesetzesbruch aufrufen. Fandeev findet außerdem, dass sich das Partei-Gremium mit Milanov befassen solle, so wie es in Sowjet-Zeiten der Fall gewesen wäre. Denn es sei „nicht richtig“, wenn ein Abgeordneter die russische Verfassung nicht gelesen habe.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Trauer um Coos Huijsen

Vorreiter der Community ist tot

Der Niederländer Coos Huijsen bekannte sich 1976 als erster Parlamentarier weltweit öffentlich zu seiner Homosexualität. Nun ist er gestorben.
Ted Cruz sorgt für Empörung

„Transgender-Hexen“ als Feindbild

US-Senator Ted Cruz macht mit einer Äußerung über „linke Transgender-Hexen“ Schlagzeilen. Hintergrund ist der Kampf um die Mehrheit im Kongress.
Asylbetrug in Ceuta?

70 Prozent nennen Homosexualität

Asylbetrug in Ceuta? Rund 70 Prozent der marokkanischen Migranten vor Ort berufen sich bei Asylanträgen auf ihre vermeintliche Homosexualität.
Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.