Direkt zum Inhalt
Großbritannien will Klarheit

Großbritannien will Klarheit schaffen Premierminister Sunak bekräftigt Pläne der Regierung

ms - 20.04.2023 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat in diesen Tagen einmal mehr bekräftigt, dass die britische Regierung nach wie vor plant, den Begriff „Geschlecht“ als biologische Zweigeschlechtlichkeit in den britischen Gesetzen festschreiben lassen zu wollen. Dabei erklärte er auf Rückfrage in einem Interview auch, dass für ihn Frauen keinen Penis haben. Seitens der queeren Community lösten die jüngsten Äußerungen des Premierministers erneut Debatten aus.

Toleranz für Trans-Menschen, Schutz für Frauen

Im Interview mit Conservative-Home bestätigte Sunak dabei auch: „Wir sollten immer Mitgefühl, Verständnis und Toleranz für diejenigen aufbringen, die darüber nachdenken, ihr Geschlecht zu ändern. Aber wenn es um den Schutz von Frauenrechten und Frauenräumen geht, denke ich, dass die Frage des biologischen Geschlechts von grundlegender Bedeutung ist.“

Zuvor hatte sich vor kurzem die britische Ministerin für Frauen und Gleichstellung, Kemi Badenoch, an die Gleichstellungsbehörde Equality and Human Rights Commission gewandt und diese um Rat gebeten, ob eine vorgeschlagene Konkretisierung der gesetzlichen Definition des Geschlechts sinnvoll ist oder nicht. Die Kommission hatte sich dafür ausgesprochen, das Geschlecht auch im britischen Gleichstellungsgesetz eindeutig als „biologisches Geschlecht“ zu definieren, auch deswegen, um in zahlreichen unterschiedlichen Rechtsbereichen „mehr Rechtsklarheit“ für alle Briten zu schaffen.

Diskriminierung von Trans-Menschen befürchtet

Sunak erklärte, dass die Vorschläge der Menschenrechtskommission gerade geprüft werden und meinte weiter: „Aber als allgemeines Arbeitsprinzip gilt für mich, dass das biologische Geschlecht in diesen Fragen von entscheidender, grundlegender Bedeutung ist, das dürfen wir nicht vergessen. Und deshalb müssen wir sicherstellen, dass wir diese Rechte und diese Orte schützen, insbesondere wenn es um die Gesundheit von Frauen, den Frauensport oder auch um Räume geht.“

Queere Aktivisten sehen in dem Vorgehen eine klare Diskriminierung von Trans-Menschen, die in ebensolchen frauenspezifischen Einrichtungen bei einer geplanten konkreten Gesetzesdefinition künftig abgewiesen werden könnten.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Social-Media-Verbot

Bundespräsident Steinmeier dafür

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich jetzt nach Bundeskanzler Merz auch für ein Verbot von Social-Media für Jugendliche ausgesprochen.
Vorfreude auf den ESC 2026

Songs und Bühnenshow stehen fest

Kribbeln im Bauch dank ESC? Jetzt stehen die 35 Songs für 2026 fest und auch die Bühnenshow verspricht ein einmaliges Erlebnis in Wien zu werden.
Urteilsspruch in Augsburg

Haftstrafe für homophobe Schläger

Vier Männer wurden in Augsburg jetzt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie brutal auf ein schwules Paar eingeschlagen hatten.
Missbrauch in der Kirche

93 Millionen Euro für die Opfer

Die katholische Kirche in Deutschland hat in den letzten fünf Jahren rund 93 Millionen Euro an die Opfer von sexuellem Missbrauch bezahlt.
"Homosexuelle oft Mutigste"

Starke Rede von Ex-Bundespräsident

Ex-Bundespräsident Christian Wulff ruft dazu auf, dass sich die Mehrheit der Gesellschaft aktiver für Rechte der queeren Community, engagieren müsse.
Juristischer Wendepunkt

Deutliche Worte für Grundrechte

Der EuGH hat entschieden, alle Mitgliedsstaaten müssen die Geschlechtsidentität von trans* Bürgerinnen und Bürgern rechtlich anerkennen.
Hass wegen Fingernagellack

Fußballprofi massiv beschimpft

Borja Iglesias, Stürmer von Celta Vigo mit bunten Fingernägeln, sah sich erneut massiven homofeindlichen Anfeindungen ausgesetzt,
Preissegen für Heated Rivalry

Gewinner bei den Queerties Awards

Die schwule Hit-Serie "Heated Rivalry" wurde bei den Queerties Awards als Bestes Drama ausgezeichnet. Einen zweiten Preis gab es für François Arnaud.
Schwule und bisexuelle Wähler

Trotz diskriminierender Politik

Nigel Farages Reform UK ist laut einer aktuellen Umfrage die bevorzugte Partei unter schwulen und bisexuellen Männern im Vereinigten Königreich.