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Guillaume Cizeron gewinnt Gold

Gold für Guillaume Cizeron Erneut Gold für schwulen Eiskunstläufer mit neuer Partnerin

ms - 13.02.2026 - 08:00 Uhr
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Der schwule französische Eiskunstläufer Guillaume Cizeron (31) gewann zusammen mit seiner Eistanzpartnerin Laurence Fournier Beaudry (33) bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina die Goldmedaille, nur knapp ein Jahr nach der Bekanntgabe ihrer Partnerschaft. Cizeron ist damit der erste Eistänzer, der mit zwei unterschiedlichen Partnerinnen Olympiasieger wurde – bereits vor vier Jahren holte er in Peking Gold. Doch hinter dem sportlichen Erfolg steht eine Reihe von Kontroversen und Skandalen.

Historischer Sieg in Italien 

Cizeron, der sich 2020 als schwul outete, gewann bereits bei den Winterspielen 2022 in Peking zusammen mit seiner damaligen Partnerin Gabriella Papadakis die Goldmedaille im Eistanz. Das Duo war seit 2004 miteinander auf dem Eis, bevor sie sich 2024 trennten. Im Dezember 2024 gaben die beiden ihren Rücktritt bekannt, doch Cizeron kündigte nur wenige Monate später seine Rückkehr zum Sport an – diesmal mit einer neuen Partnerin.

Fournier Beaudry, die zuvor sowohl für Kanada als auch für Dänemark auf nationaler Ebene im Eistanz antrat, erlangte im vergangenen Jahr die französische Staatsbürgerschaft – nur drei Monate vor den Winterspielen 2026. Im Eistanz-Finale von Mailand-Cortina setzten sich dann Cizeron und Fournier Beaudry gegen das amerikanische Ehepaar Evan Bates und Madison Chock durch. Das kanadische Paar Piper Gilles und Paul Poirier sicherte sich die Bronzemedaille.

„Es war viel Arbeit, aber von Anfang an hatten wir viele Gemeinsamkeiten in der Art, wie wir trainierten und uns den Dingen näherten“, so Cizeron in einem Interview nach dem Wettkampf. „Es war auch eine Chance, uns weiterzuentwickeln, es war verspielt, wir hatten von Anfang an viel Spaß.“

Gewinn von Skandal überschattet

Die Partnerschaft von Cizeron und Fournier Beaudry war von Beginn an von Skandalen begleitet. Als das Paar seine Zusammenarbeit im März 2025 bekannt gab, erklärte es in einem gemeinsamen Social-Media-Post: „Heute bietet uns das Universum ein neues Abenteuer. Ein Duo, das aus Freundschaft, Respekt und Liebe zum Sport geboren wurde. Ein Tanz, geschrieben durch die Jahre, und genährt vom Feuer unserer Träume.“

Die Trennung von Cizeron und Papadakis nach 20 Jahren und zahlreichen Medaillen verlief zuvor indes alles andere als friedlich. Im Januar 2025 veröffentlichte Papadakis ihre Memoiren, in denen sie Cizeron als „kontrollierend“ und „fordernd“ beschrieb: „Die Vorstellung, allein mit ihm zu sein, macht mir Angst. Seine Haltung bringt mich aus dem Gleichgewicht. Manchmal ignoriert er mich, manchmal spielt er den besten Freund, als ob nichts falsch wäre. Seine Kälte erschüttert mich bis ins Mark“, sagte sie im Interview mit France Info.

Papadakis behauptete außerdem, Cizeron habe ihr gedroht, die Zusammenarbeit zu beenden, bevor ihre Partnerschaft offiziell endete, nachdem sie geäußert hatte, eine Strafanzeige gegen einen französischen Eiskunstlauftrainer erstatten zu wollen, den sie als Teenager der Vergewaltigung beschuldigte. Cizeron reagierte mit rechtlichen Schritten auf die Vorwürfe und warf Papadakis vor, eine „Verleumdungskampagne“ gegen ihn zu führen.

Zweiter Skandal um Fournier Beaudrys

Fournier Beaudrys Entscheidung, Cizerons neue Partnerin zu werden, stand ebenfalls im Schatten eines weiteren Skandals. Sie hatte seit 2013 mit Nikolaj Sørensen zusammengearbeitet, der nicht nur ihr Eistanzpartner, sondern auch ihr Freund war. Zusammen gewannen sie zahlreiche Medaillen bei den dänischen und kanadischen Meisterschaften sowie bei anderen Wettbewerben.

Im Jahr 2023 wurde Sørensen beschuldigt, 2012 eine amerikanische Eiskunstläuferin sexuell missbraucht zu haben. Daraufhin wurde er für sechs Jahre vom Sport suspendiert – eine Entscheidung, die das Ende seiner Karriere und indirekt auch das Ende von Fournier Beaudrys Zusammenarbeit mit ihm bedeutete. Sørensen bestritt die Vorwürfe, und der Fall wurde bislang nicht vor Gericht gebracht. Die Sperre wurde später aufgehoben. Fournier Beaudry stellte sich öffentlich hinter ihren Freund. 

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