Direkt zum Inhalt
© urk Stock
ANZEIGE

Für Liebhaber Buchhalter veruntreut 360.000 Euro

id - 08.02.2018 - 07:00 Uhr
Loading audio player...

Ein 37-jähriger Buchhalter wurde am Landgericht Wien wegen schwerem gewerbsmäßigen Betrugs zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt. Er soll für seine Liebhaber und Callboys insgesamt 360.000 Euro abgezweigt haben.

Mehr als zwei Jahrzehnte lang führte er ein Doppelleben und lebte einsam und zurückgezogen, um nicht aufzufallen. „Ich bin schwul und habe mir aus Angst vorm ständigen Alleinsein Nähe gekauft. Jetzt ist mein Leben ruiniert“, gestand er schließlich vor Gericht.

Zuletzt war er Bilanzbuchhalter für einen großen österreichischen Baukonzern. Über Dating-Plattformen lernte er immer wieder jüngere Männer kennen und unterstützte diese finanziell. So finanzierte er einem Arbeitslosen einen Kredit, einem anderen eine Wohnung. Einen 24-Jähriger begleitete er in Wettbüros, damit dieser seiner Spielsucht nachgehen konnte. Damit wollte er die Männer an sich binden – was diese auch teilweise gezielt ausgenutzt haben dürften.

Das Geld dafür kam ab 2008 aus der Firma. Zuletzt wies er im Jahr 2016 einem seiner Geliebten 113.000 Euro an. Dort fielen die Manipulationen zunächst nicht auf. „Wenn es um Millionen geht, ist es so, dass 30.000, 40.000, 50.000 Euro dem operativen Kaufmann offensichtlich nicht auffallen“, erklärte der Leiter des Rechnungswesens im Zeugenstand. Zusätzlich sei der Angeklagte „ein ausgezeichneter Buchhalter, dem es gelungen ist, das sehr geschickt auszuführen“.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Polen blockiert Homo-Ehe

Streit mit der EU wächst massiv

Polnische Gerichte streiten erneut über die Anerkennung gleichgeschlechtlicher EU-Ehen, während auch die Slowakei in einen Konflikt mit der EU gerät.
Weltmeister im Fokus

Spekulationen um Ibiza-Küsse

Neue Ibiza-Fotos von Ferran Torres und Marcos Llorente lösen Spekulationen aus – die beiden spanischen WM-Weltmeister flirten und küssen sich dabei.
Nackte setzen Zeichen

Regenbogen-Kunst für Vielfalt

Hunderte Menschen bildeten auf Gran Canaria nackt eine Progress-Pride-Flagge – als Kunstwerk für Vielfalt und Zeichen der Solidarität mit Berlin.
Boy George sorgt für Kritik

Umstrittener neuer Song

Boy George veröffentlichte ein pro-israelisches Lied über den Hamas-Angriff und löst damit jetzt heftige Kritik aus.
Mehr Hass im Stadion

Homophobie nimmt zu

Eine neue Statistik zeigt: Bei fast 15 Prozent der britischen Premier-League-Fußballspiele wurden in der Saison 2025/26 homophobe Vorfälle gemeldet.
CSD Nürnberg findet statt

Sicherheitskonzept erneut überprüft

Trotz der Amokfahrt in Berlin findet der CSD Nürnberg 2026 wie geplant statt – das Sicherheitskonzept wurde jetzt überprüft und nachgeschärft.
Umfragehoch für Buttigieg

Der Weg ins Weiße Haus?

Neue Umfragen sehen den schwulen Politiker Pete Buttigieg bei den möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten für 2028 vorn.
Online-Verbote in Österreich

Social-Media-Grenze für Jugendliche

Österreich plant ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige – Fachverbände warnen vor besonderen Risiken für queere Jugendliche.
Proteste in Hamburg

Trans* Block plant Die-In

Beim CSD Hamburg wollen trans* Menschen und Sexarbeiter mit einem Die-In auf Gefahren, politische Forderungen und Versorgungslücken hinweisen.