Direkt zum Inhalt
Schwules US-Mexikanisches Paar in Massengrab identifiziert
ANZEIGE

Fünf Festnahmen Schwules US-Mexikanisches Paar in Massengrab identifiziert

mr - 02.07.2026 - 14:30 Uhr
Loading audio player...

Zafar Padamsee  Mawani (56) und Guillermo Jaffet  Hidalgo Ortiz (57) wurden als zwei der vier in einem Massengrab nahe La  Marquesa (Ocoyoacac, Mexiko-Stadt) gefundenen Leichname identifiziert. Familienangehörige bestätigten am 25.  Juni 2026 den Tod der beiden, nachdem ihre Körper bei einem gemeinsamen Ermittlungsprozess gefunden worden waren. Der Vorfall wirft dringende Fragen zur Sicherheit von US-Mexikanern in Mexiko auf.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Leichen von Zafar  Padamsee  Mawani (56) und Guillermo  Jaffet  Hidalgo  Ortiz (57) wurden am 17. Juni in einem Massengrab im Waldgebiet „Valle del Silencio“ bei La  Marquesa gefunden. 
  • Die beiden waren am 20.  Mai zuletzt gesehen worden, als sie eine Geschenk für Mawanis an Alzheimer erkrankte Mutter kaufen wollten. 
  • Mindestens fünf Verdächtige, darunter eine ehemalige Polizeibeamtin, wurden in Zusammenhang mit dem Fall verhaftet. 
  • Die Familie bedankte sich ausdrücklich bei den Ermittlern und freiwilligen Helferinnen sowie Helfern.

 

Ermittlungen und Festnahmen

Mexikanische Behörden entdeckten das Massengrab am 17.  Juni im Waldgebiet von La  Marquesa bei Ocoyoacac. Bei dem Fund wurden vier Leichname entdeckt, darunter die von Mawani und Hidalgo  Ortiz. Die Identifizierung erfolgte per forensischem Abgleich am 25.  Juni. 

Bei den Ermittlungen wurden mindestens fünf Personen festgenommen, darunter eine frühere Polizistin, der eine führende Rolle in einer Entführungs- und Raubgruppe vorgeworfen wird. Die Verdächtigen gestanden laut Berichten, die Opfer vergraben zu haben.

 

Persönliche Umstände und Motivation

Mawani und Hidalgo  Ortiz hatten im Herbst 2025 ihren Wohnsitz von Chicago nach Huixquilucan verlegt, um Mawanis Mutter zu pflegen. Vor ihrem Verschwinden teilten sie noch ihren Standort via Mobilgerät mit – kurz danach erfolgte der abrupten Funkstille. Zudem wurden nach ihrem Verschwinden ungewöhnliche Abhebungen von ihren Bankkonten festgestellt. 

Als die Familie die Bestätigung erhielt, sprachen sie ihre tiefes Trauer aus:

„Wir sind unendlich dankbar für alle, die versucht haben, Zafar zu uns zurückzubringen – Ermittler vor Ort, unser Kernteam, Behörden in beiden Ländern, ehrenamtliche Organisationen, Freunde und geliebte Menschen, die geholfen haben, ohne darum gebeten worden zu sein.“

 

Hintergrund und weiterer Kontext

Mexiko verzeichnet derzeit eine der weltweit höchsten Zahlen vermisster Personen, mehr als 135.000 wurden zuletzt registriert. Allein im Mai meldete das Land 977 neue Fälle. Fälle mit ausländischen Beteiligten erregen oft größere mediale Aufmerksamkeit, was Kritik an der Ungleichbehandlung lokaler Opfer verstärkt. 

 

Nächste Schritte und Fragen

Die zuständigen Staatsanwaltschaften von Mexiko-Stadt und dem Bundesstaat Mexiko führen weiterhin Ermittlungen durch, um Motiv, Ablauf und alle Beteiligten vollständig aufzudecken. Die Familie fordert fortdauernde Transparenz und Gerechtigkeit. Es bleibt offen, ob die Verhafteten bereits Anklagen erhalten haben und ob weitere Hintermänner involviert sind.

Die Tragödie stellt auch eine Mahnung dar: Selbst vermeintlich sichere Alltagssituationen können für Mexikaner – insbesondere mit Doppelstaatsangehörigkeit – gefährlich enden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um Licht in diesen Fall zu bringen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.