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Forderung vor WM-Qualifikationsspiel

Forderung vor WM-Qualispiel LGBTIQ+-Fußballfans wünschen sich mehr Coming-Outs

ms - 08.04.2026 - 11:30 Uhr
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Beim WM-Qualifikationsspiel der österreichischen Frauen-Nationalmannschaft gegen Deutschland am 18. April soll ein gemeinsamer queerer Fanblock ein sichtbares Zeichen für Vielfalt im Fußball setzen. Dazu hat die Initiative Queer Football Fans of Austria aufgerufen.

Aktion queerer Fußballfans 

Die Begegnung gilt als sportlich bedeutend, da das ÖFB-Team auf den Gruppenfavoriten trifft, zudem wird das Spiel auch im Fernsehen übertragen. Im Stadion in Ried im Innkreis werden zahlreiche Zuschauer erwartet. Der Austragungsort nahe der deutschen Grenze gilt als besonders stimmungsvoll. „Das Stadion in Ried ist prädestiniert dafür, ein wahrer Hexenkessel zu sein“, sagte Teamchef Alexander Schriebl. Auch der Österreichische Fußballbund rechnet mit einer hohen Auslastung.

Parallel zum sportlichen Geschehen wollen queere Fans gemeinsam Präsenz zeigen. Die Queer Football Fans of Austria rufen dazu auf, geschlossen im Stadion aufzutreten. Der Verein engagiert sich ehrenamtlich gegen Diskriminierung im Fußball und setzt sich für die Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Personen ein. „Egal ob Österreich, Deutschland oder Fußballfan, du gehörst dazu! Sei laut, sei bunt, sei dabei!“, heißt es im Aufruf. Als Leitmotiv nennt die Initiative: „Gemeinsam für einen Fußball ohne Diskriminierung. Gemeinsam für Vielfalt im Stadion.“

Appell für mehr Coming-Outs 

Im österreichischen Spitzenfußball haben sich bislang vor allem Spielerinnen öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung bekannt, darunter Torhüterin Manuela Zinsberger. In Deutschland sorgte das Coming-Out des U19-Nachwuchstrainers des FC St. Pauli, Christian Dobrick, Ende März für Schlagzeilen. Die Queer Football Fans of Austria sprechen sich dafür aus, dass sich mehr Profis im Fußball offen zu ihrer Identität bekennen. „Fans werden oft als Hauptargument genommen, warum gerade schwule Profi-Fußballer sich nicht outen können. Wir wissen, dass es viel wichtiger ist, dass die Mannschaft, der Trainer*innen-Stab, der Verein, der Verband hinter Personen steht, die LGBTIQ sind. Hört auf, uns als Ausrede zu nutzen und werdet selbst aktiv dabei, Fußball zu einem angenehmen und herausfordernden Ort für alle zu gestalten“, so ein Sprecher des Verbandes. 

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