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Folter und Mord im Iran Der schwule Ramtin Zigorat erlebte den Horror

Von ms - 04.05.2026 - 10:00 Uhr
Folter und Mord im Iran
Foto: Instagram / ramtin_zigorat
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Der schwule, iranische LGBTIQ+-Aktivist Ramtin Zigorat hat jetzt online über sein Leben unter brutaler Verfolgung im Iran berichtet. Der Mann, der wegen seiner Homosexualität vom Regime der Ajatollahs zum Tode verurteilt wurde, erlitt während seiner Zeit im Land immer wieder massive physische und psychische Folter und Misshandlungen. Zudem wurde er mehrfach gezwungen, Hinrichtungen anderer schwuler Männer mitanzusehen. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ramtin Zigorat: Schwuler LGBTIQ+-Aktivist aus dem Iran, der wegen seiner Homosexualität vom Regime zum Tode verurteilt wurde. 
  • Folter und Misshandlung: Zigorat erlitt schwere physische und psychische Folter sowie die Zwangszeugenschaft von Hinrichtungen schwuler Männer. 
  • Ablehnung durch Familie und Lehrer: Schon in jungen Jahren erlebte er Ablehnung, Gewalt und medizinische Misshandlungen wegen seiner sexuellen Orientierung. 
  • Universitätszeit und Vergewaltigungen: Während seines Studiums wurde er mehrfach vergewaltigt und erlebte Diskriminierung und Gewalt. 
  • Engagement für die LGBTIQ+-Community: Trotz Gefahr begann Zigorat, heimlich für LGBTIQ+-Rechte zu kämpfen, wurde jedoch von der Revolutionsgarde gefangen genommen und brutal gefoltert. 
  • Flucht und Neuanfang in Spanien: Nach zwei Jahren Hausarrest floh er nach Spanien, wo er sich nun für Menschenrechte und die iranische LGBTIQ+-Gemeinschaft einsetzt. 
  • Kritik an iranischem Regime: Zigorat sieht die Kriege im Nahen Osten als Folge des Regimes und hofft auf einen Sturz der Ajatollahs und die Etablierung einer parlamentarischen Monarchie. 

Ablehnung von Eltern und Lehrern 

 Nach seiner Flucht fand Zigorat Schutz in Spanien, wo er sich heute für Menschenrechte und die Sichtbarkeit der iranischen LGBTIQ+-Gemeinschaft einsetzt. Zigorat erzählte, dass er bereits in jungen Jahren seine „Andersartigkeit“ gespürt habe. Erst mit 13 Jahren habe er aber über das Internet Informationen über Homosexualität erhalten. „Das konservative und patriarchalische Umfeld im Iran machte es unmöglich, meine Orientierung zu akzeptieren“, berichtete er. Als er seine Identität einem Lehrer offenbarte, habe er sofort Repression erfahren und sei gezwungen worden, Medikamente einzunehmen, die ihn schwächten. Auch innerhalb seiner Familie habe er nur Gewalt erfahren.

Während seiner Universitätszeit sei er außerdem Opfer mehrfacher Vergewaltigungen geworden. Im Iran werde insbesondere passiven schwulen Männern die Schuld an der Homosexualität zugeschoben, so Zigorat. Sie würden hart bestraft, bis hin zur Todesstrafe. In dieser Zeit habe er niemanden gehabt, an den er sich wenden konnte.

Gefangenschaft und Hausarrest 

Trotz der Lebensgefahr begann Zigorat nach eigenen Angaben heimlich sich für die Community zu engagieren, um andere LGBTIQ+-Personen zu unterstützen. Er habe anfangs Informationen und Symbole der Bewegung mit ein paar anderen Menschen verteilt. „Die kleine Gruppe lebte in ständiger Angst vor Gefängnis und Tod, aber wir fanden Kraft in Solidarität und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft“, erklärte er.

Von der Revolutionsgarde gefangen genommen, habe Zigorat Tage brutaler Folter durchlebt und Hinrichtungen miterleben müssen. Seine Mutter habe versucht, ihn aus dem Gefängnis zu holen, habe dafür Besitztümer verkauft und Bestechungsgelder gezahlt. Dennoch habe er zwei Jahre Hausarrest absitzen müssen. Nach dem Tod seiner Mutter sei ihm die Flucht in die Türkei und schließlich nach Spanien gelungen, wo er sein Leben nun neu aufbaut.

Von seinem Zufluchtsort in Spanien aus kommentierte Zigorat die aktuelle Lage im Nahen Osten. Er sieht die Kriege als Folge jahrzehntelanger Repression und Fundamentalismus im Iran. „Der wahre Gegner des iranischen Volkes war immer das Regime der Ajatollahs“, sagte er. Zugleich äußerte er Hoffnung auf einen Sturz des Regimes und die Möglichkeit einer parlamentarischen Monarchie unter Unterstützung von Reza Pahlavi, Sohn des Schahs.

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