Erstes Kind kommt im November HIV-positiver Texas-Abgeordneter heiratet Partner
Der HIV-positive Texas-Abgeordnete Venton Jones heiratet seinen langjährigen Partner Gregory Scott nach einem historischem Heiratsantrag im Parlament. Jones engagiert sich seit Jahren für LGBTIQ+-Rechte, das Paar erwartet im November ein Kind.
Das Wichtigste im Überblick
- Venton Jones, offen schwuler Abgeordneter im texanischen Repräsentantenhaus, hat am 29. August 2026 seinen langjährigen Partner Gregory Scott in Dallas geheiratet.
- Der Heiratsantrag erfolgte öffentlich im Januar 2025 auf dem Sitzungssaal des texanischen Landesparlaments.
- Jones ist der erste offen HIV-positive Abgeordnete im texanischen Parlament und engagiert sich seit Jahren für LGBTIQ+-Rechte.
- Die Hochzeit findet vor dem Hintergrund anhaltender Debatten und politischer Angriffe auf LGBTIQ+-Rechte in Texas und den USA statt.
- Das Paar erwartet im November ein Kind.
Öffentliche Zeremonie als politisches Signal
Am 29. August 2026 haben der demokratische Abgeordnete Venton Jones und sein langjähriger Partner Gregory Scott im historischen Hall of State in Dallas ihre Ehe geschlossen. Die Zeremonie erfolgte im Beisein von Familie und Freundeskreis, wie Jones in einer Mitteilung über soziale Medien erklärte. Damit setzte das Paar ein sichtbares Zeichen für gleiche Rechte, da Jones einen Antrag im Parlamentsgebäude des Bundesstaates bereits 2025 öffentlich gemacht hatte. Beobachter bewerten diesen Schritt als bewusste Botschaft gegen aktuell laufende Initiativen zur Einschränkung der Rechte sexueller Minderheiten in Texas.
Politisches Engagement für LGBTIQ+-Rechte im Fokus
Venton Jones vertritt seit 2025 den Distrikt 100 im Repräsentantenhaus von Texas. Er ist nicht nur einer der wenigen offen schwulen Abgeordneten des Bundesstaates, sondern auch der erste gewählte Volksvertreter in Texas, der sich offen zu seinem HIV-Status bekannt hat. Nach Angaben des US-Senders NBC News engagiert sich Jones als Vorsitzender des Southern Black Policy and Advocacy Network besonders für Minderheitenschutz und medizinische Versorgung Betroffener. Seine Wahl zum Minority Whip der Demokraten und zum stellvertretenden Vorsitzenden des LGBTIQ-Caucus (der Begriff bezeichnet verschiedene politische und berufliche Interessengruppen (Caucuses), die sich für die Rechte, die Gleichstellung und den Schutz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Menschen einsetzen) machte ihn zu einer Schlüsselfigur im politischen Kampf um Gleichstellung.
Symbolkraft in angespanntem gesellschaftlichen Klima
Die Hochzeit fällt in eine politisch angespannte Zeit: Das texanische Parlament debattiert regelmäßig Gesetze, die LGBTIQ+-Rechte betreffen. Jüngst wurden unter anderem Verbote gegen geschlechtsangleichende Behandlungen für Minderjährige und Einschränkungen bei Drag-Veranstaltungen beschlossen, teils von Gerichten wieder aufgehoben. Für betroffene Paare und Familien bleibt die rechtliche Unsicherheit beträchtlich. Venton Jones verband die Eheschließung daher in seiner Mitteilung ausdrücklich mit der Forderung nach Gleichbehandlung und würdigte die Unterstützung der Community als Zeichen von Resilienz.
Jones betonte gegenüber Medien, seine Verpflichtung gegenüber dem Mandat und seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern nehme durch die gemeinsame Lebensplanung weiter zu. Als nächster bedeutsamer Schritt steht für das Paar die Geburt ihres ersten Kindes im November bevor. Die Familiengründung in der Öffentlichkeit ist in Texas weiterhin eine gesellschaftspolitische Ausnahme.