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Dating-Falle in Hamburg Jugendlicher Mob schlägt beim Date auf jungen Schwulen ein

Von ms - 21.05.2026 - 08:00 Uhr
Dating-Falle in Hamburg
Foto: FASH Medien Archiv KI
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Ein junger Mann ist in Hamburg-Neugraben-Fischbek Opfer eines homophoben Angriffs geworden. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der 19-Jährige über eine App mit einem anderen Mann verabredet. Dieser führte ihn in der Nacht von Freitag auf Samstag zu einem abgelegenen Feldweg, wo nach Angaben der Ermittler rund fünf unbekannte Männer auf ihn warteten. 

Das Wichtigste im Überblick

  • 19-Jähriger in Hamburg-Neugraben-Fischbek angegriffen
  • Überfall aus homophoben Motiven
  • Täter waren etwa fünf Männer, einer mit Schlagstock
  • Opfer konnte fliehen und wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht
  • Polizei sucht Zeugen, Fahndung bislang ohne Erfolg

Gewalt von jugendlichem Mob

Der Jugendliche versuchte, zu seinem Auto zu gelangen, wurde jedoch von mindestens zwei Tätern angegriffen und mit Schlägen und Tritten daran gehindert. Ein Angreifer war den Angaben zufolge mit einem schlagstockähnlichen Gegenstand bewaffnet, mehrfach schlugen die Täter auf den jungen schwulen Mann ein. Als sich mögliche Zeugen näherten, ließen die Täter kurzzeitig von ihrem Opfer ab. Dem 19-Jährigen gelang daraufhin glücklicherweise die Flucht und er rettete sich in sein Auto. 

Die Täter fuhren ihrerseits mit einem grauen oder silberfarbenen VW Polo neben das Auto des jungen Hamburgers und beschädigten offenbar aus Wut das Fahrzeug, bevor die Männer mit ihrem Auto und einem E-Scooter flüchteten, eine anschließende Fahndung mit mehreren Streifenwagen verlief erfolglos. Der 19-jährige Schwule wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 

Der für Hassverbrechen zuständige Staatsschutz hat jetzt die Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer (040) 4286-56789 zu melden. Die Täter haben nach Angaben der Polizei ein „südländisches“ Aussehen und sind zwischen 16 und 20 Jahre alt sowie etwa 170 bis 185 cm groß. Einer der Angreifer trug einen auffälligen Ziegenbart.

Zunehmende Angriffe über Dating-Apps

In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland immer mehr Fälle bekannt, in denen schwule Männer über Dating-Apps in Treffen gelockt und anschließend überfallen oder ausgeraubt wurden. Behörden und Polizei warnen schwule und bisexuelle Männer seit mehreren Jahren, besonders vorsichtig bei Treffen mit unbekannten Personen zu sein, und raten, solche Begegnungen möglichst öffentlich oder in Anwesenheit von Freunden stattfinden zu lassen beziehungsweise anderweitig Schutzmaßnahmen zu beachten. Die meisten Täter handeln aus homophoben Gründen und treten in kleineren Gruppen auf, einer von ihnen ist dabei online zumeist der Lockvogel. Zudem rauben einige von ihnen ihre Opfer auch aus und haben es auf Geld, Handy und weitere Wertgegenstände abgesehen. 

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