Direkt zum Inhalt
CSD schließt BSW aus
ANZEIGE

CSD schließt BSW aus Scharfe Kritik der Partei an Verständnis des Vereins

ms - 22.06.2026 - 15:45 Uhr
Loading audio player...

Der Berliner CSD hat die Anmeldung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) für eine offizielle Teilnahme an der Parade zum Christopher Street Day in Berlin abgelehnt. Nach Angaben des Vereins sei die Entscheidung auf Grundlage der eigenen Leitlinien getroffen worden. In einer Mitteilung hieß es, die Beteiligung des BSW sei „nicht mit den Grundsätzen, Zielsetzungen und dem Selbstverständnis des Berliner CSD vereinbar“.

Das Wichtigste im Überblick

  • Berliner CSD Verein lehnt Teilnahme des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als offizielle Fußgruppe ab
  • Begründung: Unvereinbarkeit mit Selbstverständnis und Zielsetzung des CSD
  • CSD betont Fokus auf Rechte von LGBTIQ+-Menschen
  • BSW kritisiert Entscheidung und spricht von fehlender Gesprächsbereitschaft

Entscheidungsgewalt liegt beim Verein

Der Veranstalter betonte außerdem, dass er als Anmelder der Demonstration selbst über die Zulassung offizieller Gruppen entscheide. Im Zentrum stehe dabei die Förderung von Rechten, Sichtbarkeit und Gleichstellung von LGBTIQ+-Menschen. Besonders hervorgehoben werde die Solidarität mit trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Personen.

Kritik aus dem BSW

Das BSW reagierte gegenüber der Ostdeutschen Allgemeinen mit deutlicher Kritik an der Entscheidung. Der Berliner Landesvorsitzende und Abgeordnete Alexander King sagte: „Wir wären gerne beim CSD mitgelaufen und bedauern die Absage. Wir haben ein Gespräch angeboten, aber keine Antwort darauf erhalten. Die Absage drückt aus, dass wichtige gesellschaftliche Anliegen zunehmend parteipolitisch und ideologisch vereinnahmt werden.“ Zudem bemängelte King, die Begründung des CSD-Vorstands sei nicht ausreichend konkret gewesen. 

Das BSW sei „in keiner Weise queerfeindlich eingestellt“. Kritische Positionen etwa zu bestimmten Sprachentwicklungen oder symbolpolitischen Fragen bedeuteten keine Ablehnung der Community. Vielmehr sei man der Auffassung, dass gesellschaftliche Anerkennung vor allem durch konkretes politisches Handeln und den Abbau von Benachteiligungen entstehe, nicht durch „formale Debatten“. Andere Parteien wie CDU und SPD seien hingegen weiterhin als offizielle Gruppen zugelassen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

"Lächerlich" laut Sage Steele

Vorstellung bei Heimspiel

Ex-Moderatorin Sage  Steele hat die Vorstellung des neuen nicht-binären Maskottchens des Damen-Basketball-Teams Toronto Tempo "lächerlich" genannt.
Flucht in die Freiheit

Paradies mit Schattenseiten

Kap Verde gilt als sicherer Zufluchtsort für viele verfolgte homosexuelle Afrikaner – doch fehlende Asylregeln lassen viele in Unsicherheit zurück.
Der Druck zum Posten

Urlaub unter Beobachtung

Vor allem junge Menschen – auch viele queere – teilen ihren Urlaub selbstverständlich in sozialen Netzwerken. Doch das Posten kann belastend werden.
Gewalt gegen queere Fahrgäste

Forderungen an Fahrdienst Uber

Ein schwerer Angriff auf eine trans* Frau in Kolumbien löst Forderungen nach besserem Schutz queerer Fahrgäste bei Fahrdienst-Apps wie Uber aus.
Allein in der Wohnung

Queere Menschen häufig betroffen

Rund 2,1 Millionen homosexuelle und queere Menschen leben allein, besonders ältere Menschen sind häufig davon betroffen.
Kritik an der US-Polizei

Queere Menschen im Fokus?

Eine neue Studie offenbart: In Kalifornien werden Menschen, die als trans* wahrgenommen werden, häufiger von der Polizei durchsucht und festgenommen.
Aktivisten verlassen Kamerun

Community massiv unter Druck

In Kamerun bedrohen Exil, Erschöpfung und sinkende Fördermittel die Strukturen der LGBTIQ+-Community und ihre bisherigen Erfolge.
Gay for Pay bei OnlyFans

Zwischen Geld, Sex und Identität

Eine wachsende Gruppe heterosexueller Männer produziert auf OnlyFans explizite Inhalte für ein schwules Publikum und ändert Debatten über Männlichkeit
Schwules Vampir-Märchen

Sexy Fischer trifft Walfänger

Ein umjubelter schwuler Horrorfilm erzählt von einer verbotenen Liebe zwischen einem Fischer und einem Walfänger auf den Färöer-Inseln.