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Bonnie Greer ist tot Wichtige Stimme und Ally der LGBTIQ+-Community

Von ms - 17.09.2026 - 11:30 Uhr
Bonnie Greer ist tot
Foto: IMAGO / i Images
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Die britisch-amerikanische Dramatikerin, Autorin und Kulturkommentatorin Bonnie Greer ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Ihr Ehemann David Hutchins bestätigte ihren Tod in einer Erklärung: „Mit tiefer Trauer gebe ich bekannt, dass meine geliebte Frau Bonnie Greer im Alter von 77 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben ist“, teilte Hutchins mit. Greer setzte sich über Jahrzehnte hinweg für die Community ein. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die britisch-amerikanische Dramatikerin, Autorin und Kulturkommentatorin Bonnie Greer ist im Alter von 77 Jahren gestorben.
  • Greer gilt als große Ally der LGBTIQ+-Community 
  • Sie wurde 1948 in Chicago geboren und zog 1986 nach Großbritannien.
  • Greer war unter anderem durch Auftritte in Fernsehsendungen wie „Newsnight“ und „Question Time“ bekannt.
  • 2010 wurde sie mit dem britischen Verdienstorden OBE für ihre Verdienste um die Künste ausgezeichnet.
  • 2022 wurde sie Mitglied der Royal Society of Literature.
  • Greer saß in den Gremien des British Museum und der Royal Opera House.
  • Als prominente schwarze britische Kulturkommentatorin prägte sie Debatten über Rassismus, Kultur und Identität in Großbritannien.
  • Über Jahrzehnte hinweg war Greer seit dem Ausbruch der Aids-Krise eine Unterstützerin der LGBTIQ+-Community. 
  • Insbesondere förderte sie zeitlebens homosexuelle und queere Künstler. 

Abschied von Ehefrau 

Greer sei eine „gefeierte Dramatikerin, Autorin, Kritikerin sowie Kultur- und Politikkommentatorin“ gewesen, deren Intelligenz, Mut und unverwechselbare Stimme einen bleibenden Beitrag zum britischen Kultur- und öffentlichen Leben geleistet hätten, schrieb ihr Ehemann. „Für mich war sie meine Partnerin, Vertraute und Inspiration, und ich fühle mich zutiefst privilegiert, mein Leben mit ihr geteilt zu haben“, erklärte Hutchins weiter. Menschen, die Greer nahestanden, würden sich an ihre Wärme, ihren Humor, ihre Großzügigkeit und ihre außergewöhnliche Fähigkeit erinnern, Menschen zusammenzubringen. „In dieser äußerst schwierigen Zeit bitten wir darum, die Privatsphäre unserer Familie zu respektieren. Sie wird uns sehr fehlen“, schrieb Hutchins.

Von Chicago nach Großbritannien

Greer wurde 1948 in Chicago geboren und zog 1986 nach Großbritannien. Dort wurde sie zu einem bekannten Gesicht im Fernsehen und trat unter anderem bei „Newsnight“ und „Question Time“ auf. 2010 wurde sie mit dem Order of the British Empire (OBE) für ihre Verdienste um die Künste ausgezeichnet. 2022 wurde sie Mitglied der Royal Society of Literature. Greer war zudem Mitglied von Gremien des British Museum und der Royal Opera House. Als Autorin veröffentlichte sie unter anderem die Romane „Hanging by Her Teeth“ aus dem Jahr 1994 und „Entropy“ von 2009.

Greer galt weithin als prominente schwarze britische Kulturkommentatorin. Bekannt war sie für ihre pointierten Auftritte in Fernsehen und Radio sowie für Essays über Politik, Kultur und Identität. Über Jahrzehnte war sie eine einflussreiche Stimme in Diskussionen über Rassismus und Kultur in Großbritannien. Die Frauenrechtsaktivistin Dr. Shola Mos-Shogbamimu würdigte Greer nach deren Tod. „Es war eine Ehre, mit Bonnie Greer zu marschieren, mit ihr auf der Bühne zu stehen und diese absolute Legende zu kennen. Ruhe in Kraft, große Schwester“, schrieb sie.

Prägende Stimme für die Community

Auch für die LGBTIQ+-Community war Greer zeitlebens von großer Bedeutung durch ihr jahrzehntelanges, lautstarkes Engagement als Verbündete. In den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren lebte Greer im New Yorker Stadtteil West Village. In dieser Zeit verlor sie viele enge schwule Freunde durch die aufkommende AIDS-Epidemie. Sie beschrieb ihren späteren Umzug nach Großbritannien im Jahr 1986 oft als eine Flucht vor diesem omnipräsenten „Schatten des Todes“. Greer engagierte sich später auch stark für die Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Menschen in der Kulturszene. Sie nahm unter anderem 2016 am National Festival of LGBT History im Museum of London teil. Zudem setzte sie sich mit queeren und homosexuellen historischen Kunstgruppen auseinander und führte beispielsweise für das Tate-Museum durch die Geschichte der bisexuellen und homosexuellen Beziehungen der berühmten Bloomsbury-Gruppe rund um Virginia Woolf. Für ihren unermüdlichen Einsatz für Vielfalt und Inklusion in der Kunst und Kultur wurde sie unter anderem bei den British LGBT Awards 2025 in der Kategorie Top 10 Celebrity Ally (Die 10 besten prominenten Verbündeten) nominiert.

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