Angriff auf Whoopi Goldberg „The View“ im Fokus nach Beschwerden von Donald Trump
Die US-amerikanische Medienaufsicht FCC hat jetzt eine Untersuchung gegen die Talkshow „The View“ eingeleitet. Hintergrund sind Beschwerden von US-Präsident Donald Trump, die sich auf einen Auftritt eines Demokraten in der Show beziehen. Im Kern soll dabei geprüft werden, ob die Sendung gegen die Regeln zur Gleichbehandlung von Wahlkandidaten verstoßen habe. Indirekt wird der Vorgang auch als Attacke auf US-Schauspielerin Whoopi Goldberg (70) verstanden, das bekannteste Gesicht des Moderationsteams.
Neue Regeln für Talkshows
Die FCC, die unter der Kontrolle der Republikaner steht, entschied kürzlich, dass Talkshows nicht mehr als reine Nachrichtensendungen gelten. Dies bedeutet, dass die bisherige Ausnahme für solche TV-Formate entfällt und sie sich ebenso an die sogenannte „Equal Time Rule“ halten müssen, die besagt, dass politische Gäste beider Parteien die gleiche Sendezeit angeboten werden muss. Bisher konnten Sender auf eine Entscheidung aus dem Jahr 2006 verweisen, die Talkshows weitgehende Freiheiten bei der Auswahl ihrer Gäste gewährte.
Überprüfung von The View
Trump hatte bereits früher den FCC-Vorsitzenden Brendan Carr wiederholt aufgefordert, gegen TV-Sender vorzugehen, deren Berichterstattung er als parteiisch empfindet. Bereits im September letzten Jahres hatte Carr deswegen angeregt, den Status von „The View“ zu überprüfen. Finaler Auslöser der aktuellen Untersuchung war nun ein Interview, das am Montag dieser Woche mit dem texanischen Abgeordneten James Talarico geführt wurde. Talarico, der sich um die Senatskandidatur der Demokraten bewirbt, sprach in der Sendung über seine Hoffnung, auch ehemalige Trump-Wähler für die Demokraten zu gewinnen und kritisierte überdies die Einwanderungsbehörde ICE.
Angriff auf Whoopi Goldberg
Für TV-Fachleute von TV-Insider scheint dabei klar, dass Trump auch indirekt US-Schauspielerin und View-Moderatorin Whoopi Goldberg attackiert, die seit einigen Jahren immer wieder gegeneinander austeilen. Goldberg hat in der Vergangenheit mehrfach den US-Präsidenten scharf kritisiert und stellte seinen Führungsstil insgesamt infrage. Er sei, so Goldberg, eine „Bedrohung für die Demokratie“ und betreibe eine fatale Politik mit Blick auf Frauenrechte, Migranten und die LGBTIQ+-Community. Trump konterte in der Vergangenheit ebenso mehrfach zurück und bezeichnete die 70-jährige Oscarpreisträgerin („Ghost – Nachricht von Sam“) als „sehr unhöflich“ und „unwissend“.