Direkt zum Inhalt
Österreich aktiviert zweithöchste Terrorwarnstufe vor ESC
ANZEIGE

FBI bekämpft Cyberattacken Österreich aktiviert zweithöchste Terrorwarnstufe vor ESC

kw - 05.05.2026 - 19:30 Uhr
Loading audio player...

Österreich hat im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2026 in Wien die zweithöchste Terror-Warnstufe ausgerufen. Grund ist eine bisher nicht gekannte Dimension an Cyberattacken und Bedrohungen gegen die Veranstaltung. Auch das FBI beteiligt sich mit einer eigenen Taskforce am Schutz der Großveranstaltung.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der ESC 2026 findet mit Halbfinals am 12. und 14. Mai sowie dem Finale am 16. Mai in Wien statt.
  • Österreich hat wegen erhöhter Sicherheitsbedrohung die zweithöchste Terrorwarnstufe aktiviert.
  • Das FBI stellt eine rund um die Uhr besetzte Taskforce zur Abwehr von Cyberangriffen bereit.
  • Israelische Sicherheitskräfte und österreichische Spezialeinheiten schützen besonders bedrohte Delegationen.
  • In Wien sind massive Proteste und Blockadeaktionen während des ESC angekündigt.

 

Höchste Sicherheitsmaßnahmen in Wien

Die Sicherheitsbehörden in Wien reagieren auf eine Serie von Cyberattacken, die laut Angaben der Landespolizeidirektion gezielt auf den Eurovision Song Contest gerichtet sind. Die US-Bundespolizei FBI hält für die Zeit des Wettbewerbs in New York eine Spezial-Taskforce bereit, um Hackerangriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Dieter Csefan, Vizepräsident der Landespolizeidirektion Wien, bestätigte, dass die Maßnahmen mit einem internationalen Großflughafen vergleichbar sind. Eine sogenannte No-Bag-Policy soll das Sicherheitsrisiko für die Zuschauerinnen und Zuschauer weiter senken.

 

Internationale Unterstützung und besondere Gefahrenlage

Zusätzlich zum Einsatz der österreichischen Polizei und der Spezialeinheit Cobra sorgen Delegationen wie Israel mit eigenen Sicherheitskräften für die Absicherung ihrer Teilnehmenden. Die Teilnahme des israelischen Sängers Noam Bettan wird von zahlreichen Protestveranstaltungen begleitet. Die Polizei rechnet am Finaltag mit bis zu 3.000 pro-palästinensischen Demonstrantinnen sowie Demonstranten und warnt vor möglichen Blockadeaktionen aus dem linksextremen Spektrum. Es liegen Hinweise darauf vor, dass Drohnen als Störmittel eingesetzt werden könnten. Die Gefahr durch Cyberattacken gilt dieses Jahr als besonders hoch. Bereits in der Vergangenheit hatten Angriffe beispielsweise den Online-Votingprozess bei europäischen Großereignissen beeinflusst.

 

Hintergrund: Cyberattacken und internationale Kooperation

Cyberangriffe auf internationale Großveranstaltungen wie den Eurovision Song Contest nehmen nach Angaben der Europäischen Polizeibehörde Europol seit Jahren zu. Bei ähnlichen Events, etwa bei der Fußball-Europameisterschaft oder vergangenen ESC-Finalrunden, wurden gezielt IT-Infrastrukturen attackiert. Das FBI unterstützt den österreichischen Staatsschutz mit technischer Expertise und Zugriff auf internationale Sicherheitsnetzwerke. Die Zusammenarbeit wurde auf politischer Ebene abgestimmt, da beim ESC besonders viele Delegationen aus Staaten mit erhöhtem Gefährdungspotenzial vertreten sind.

 

Wichtige Fragen zum Thema

Warum ist der Eurovision Song Contest aktuell besonders bedroht?
Die Veranstaltung steht im Fokus internationaler politischer Konflikte und zieht auch deshalb gezielte Cyberattacken und Sicherheitsbedrohungen an.

Welche Rolle spielt das FBI in Wien?
Das FBI betreibt eine eigene Taskforce, die während der ESC-Woche gemeinsam mit österreichischen Behörden Hackerangriffe erkennt und abwehrt.

Welche Maßnahmen gelten für Besucherinnen sowie Besucher im Wiener Stadthallenbereich?
Wegen des hohen Gefahrenpotentials gibt es unter anderem Taschenverbote und verstärkte Zugangskontrollen.

 

Ausblick auf die bevorstehenden ESC-Tage

Mit Blick auf die Finaltage bleibt unklar, inwiefern sich die erhöhten Bedrohungen auf den Ablauf des Contest auswirken werden. Die Behörden betonen, dass alle denkbaren Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um einen sicheren Wettbewerb zu gewährleisten. Das internationale Interesse und die Fokussierung von Sicherheitskräften zeigen, welch besondere Herausforderung die diesjährige Ausgabe des Eurovision Song Contest für die Stadt Wien und ihre internationalen Partner darstellt.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Neues Licht auf Alan Turing

Vergessener Erotik-Text entdeckt

Eine bislang unbeachtete Kurzgeschichte zeigt Computerpionier Alan Turing als humorvollen und selbstbewussten schwulen Mann.
Rückkehr auf die Turnmatte

Coming-Out veränderte Karriere

Nach seinem unfreiwilligen Coming-Out kämpfte sich der Turner Max Renaud zurück an die Weltspitze. Nun wirbt er für mehr Sichtbarkeit im Spitzensport.
Angriff auf die Homo-Ehe

Kampagne für ein US-Verbot

Die frühere US-Vizegouverneurin Winsome Earle-Sears wirbt in Virginia für ein Nein zu Verfassungsänderungen zur Ehe für alle und zum Abtreibungsrecht.
Klage gegen Pepsi

Vorwürfe wegen Diskriminierung

Eine ehemalige Pepsi-Mitarbeiterin wirft der Firma vor, sie nach jahrelangen homophoben Anfeindungen und einer Familienpflegezeit entlassen zu haben.
Neuer Streit um Kim Davis

Erbschaft sorgt für Vorwürfe

Ein schwules Paar wirft Kim Davis vor, Vermögen verschleiert zu haben, um eine gerichtlich zugesprochene Entschädigung nicht zahlen zu müssen.
Hasskriminalität in Österreich

Kritik an Bundesregierung wächst

Die Zahl der Hassverbrechen in Österreich bleibt hoch. Homophobe Straftaten nehmen zu, transfeindliche Delikte gehen zurück.
Indien vor Grundsatzfrage

Zukunft der LGBTIQ+-Rechte

Grundsatzentscheidung: Ein Urteil des indischen Obersten Gerichtshofs könnte bestimmen, wie weit der Schutz von LGBTIQ+-Rechten künftig reicht.
Sperre des CSD Magdeburg

Instagram sperrt dauerhaft Account

Meta hat den Instagram-Account des CSD Magdeburg „dauerhaft gesperrt“, eine konkrete Begründung gab es bisher nicht – und es ist kein Einzelfall.
Alarm bei Aids-Konferenz

Kampf gegen HIV stockt

UNAIDS warnt: Kürzungen bei weltweiten HIV-Programmen könnten den Kampf gegen Aids um Jahre zurückwerfen.