Das Wiener Filmfestival Queertactics findet vom 11. bis zum 15. November 2026 statt. Zum Auftakt steht „London“ auf dem Programm: Der brasilianische Film von Victor Di Marco und Márcio Picoli erzählt von einem queeren Mann mit Behinderung. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Fürsorge, lesbischer Filmgeschichte und Beziehungen.
Ein Auftakt mit eigener Perspektive
Die Eröffnung ist für Mittwoch, 11. November, um 20.30 Uhr im Stadtkino im Künstlerhaus angekündigt. „London“ wird auf Portugiesisch mit englischen Untertiteln gezeigt. Im Anschluss ist ein Gespräch mit Magda Leitner in englischer Sprache vorgesehen.
Die Ankündigung der Organisation Frauen mit Behinderungen hebt hervor, dass Menschen mit Behinderung nicht nur vor der Kamera stehen: Die Filmemacher bringen eigene Perspektiven ein. Damit verschiebt sich die Frage, wer über wen erzählt. Für das Publikum bietet das einen Zugang zu Sexualität und Selbstbestimmung, der Behinderung nicht automatisch auf Hilfsbedürftigkeit reduziert.
Fürsorge und lesbische Filmgeschichte
Das Programm des Admiralkinos nennt für den 12. November „Care“, einen Film über die Betreuung älterer Menschen durch trans* Frauen. Für den 14. November ist „Barbara Forever“ angekündigt, der sich der lesbischen Filmemacherin Barbara Hammer widmet. Am 15. November folgt Daniel Ribeiros „I Am Going to Miss You“.
Die Auswahl lässt sich als Einladung lesen, queeres Kino über eine einzige Erzählform hinaus zu entdecken. Dokumentarische Erinnerung, körperliche Selbstbestimmung und das alltägliche Aushandeln von Nähe stehen nebeneinander. Wer mehrere Vorstellungen besucht, kann vergleichen, wie unterschiedlich Filme ihre Figuren sprechen und handeln lassen.
Was vor der Buchung wichtig ist
Die Eröffnung findet im Stadtkino im Künstlerhaus statt; weitere Programmpunkte stehen im Kalender des Admiralkinos. Deshalb sollte bei jeder Vorstellung auf den konkreten Spielort geachtet werden. Ein Festivalname allein ist keine verlässliche Adresse für den gesamten Besuch.
Für die Eröffnung werden Eintrittspreise von 10,50 Euro beziehungsweise ermäßigt 9,50 Euro genannt. Wer einen Rollstuhlplatz benötigt, sollte diesen frühzeitig beim Kino reservieren. Sprache, Untertitel und die Zugänglichkeit eines einzelnen Termins sollten ebenfalls vorab geprüft werden; aus dem Inhalt eines Films folgt nicht automatisch, dass jede Form von Barrierefreiheit angeboten wird.
Ein guter Plan für einen Kinoabend
Ein einzelner Film kann bereits ein sinnvoller Einstieg sein. Wer mit Freunden geht, kann danach etwas Zeit für ein Gespräch einplanen, statt direkt zur nächsten Vorstellung zu wechseln. Gerade bei persönlichen Themen hilft es, unterschiedliche Reaktionen stehen zu lassen und nicht aus einer Filmfigur auf eine ganze Community zu schließen.
Weitere Informationen: Programm des Admiralkinos, Informationen zu „London“ und zur Eröffnung.
Stand: 7. November 2026.